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Urlaub in Wörgl

Hauptplatz St. Johan in Tirol im Winter

Das Einkaufen in den verschiedenen Geschäften und Läden, das Bummeln durch die verkehrsberuhigte Bahnhofstraße, das Gustieren in den zahlreichen Restaurants und Cafés. Es macht einfach Freude in einer der längsten Einkaufsstraßen Tirols immer Neues zu entdecken.
Auf endlosen Wanderwegen erwarten Sie Natur pur. Besonders zum Empfehlen ist eine einstündige Wanderung auf den Wörgler Hausberg Möslalmkögel, von wo aus Sie einen wunderbaren Blick auf das Tiroler Inntal haben.

Im Sommer- wie auch im Winterurlaub runden viele Freizeit- und Sportmöglichkeiten sowie Kulturveranstaltungen das Ferienprogramm ab. Und eines gilt allemal: An der sprichwörtlichen Gastlichkeit und den Unterländer Gaumenfreuden führt kein Weg vorbei.

Tirols größtes Erlebnisbad - Der Urlaubstipp für die ganze Familie

Mit der Wörgler Wasserwelt bietet die Stadt in Tirol ein tolles Erlebnisbad mit zahlreichen Abenteuer-Tubes, darunter die L2, die extremste Wasserrutsche der Welt. Auch Wellness wird im "Wave" groß geschrieben, eine große Saunalandschaft mit 6 verschiedenen Saunen auf 2000 qm verspricht Ruhe und Erholung.

Zahlen und Fakten von Wörgl

Seehöhe 511 m
Fläche 19,73 km²
Einwohner ca. 12.800
Gästebetten ca. 860

Die Geschichte von Wörgl

Wörgl liegt am Ufer des Inns, direkt an der Mündung der Brixentaler Ache, am Schnittpunkt zwischen Inntal, Brixental, Wildschönau und dem Sölllandl.

Wörgl ist ein uraltes Siedlungsgebiet. Ausgrabungen beweisen, dass hier schon in der frühen Eisenzeit reger Handel betrieben wurde. Eine römerzeitliche Siedlung ist im heutigen Stadtgebiet jedenfalls einwandfrei nachweisbar. Römisches
Wörgl? Vergilianum? Noch irren Sprach- und Heimatforscher durch das Gestrüpp der Sprachwurzeln und Wortstämme, um der Bedeutung des seltenen Namens auf die Spur zu kommen (erste Urkundliche Nennung im Jahre 1120: Henricus de Uuergile).
Immerhin kamen bereits im Jahre 1842 im Anger des Unterkrumbacherhofes die Reste eines römischen Landhauses zum Vorschein, die man in den Glasvitrinen der Hauptschule 1 anschauen kann. Seither gab der Boden in und um Wörgl immer wieder große Flächenfunde frei, die eine Besiedlung zurück bis in die frühe Eisenzeit (rund 1.000 Jahre vor Christus) in so reichem Umfang dokumentieren, dass der Raum Wörgl als der umfassendste prähistorische Grabungsplatz Nordtirols anzusehen ist.
Ein Anziehungspunkt lag in den erst jüngst nachgewiesenen Erzabbauten des hier ausstreichenden Schwazer Dolomiten, doch sicher gab auch die Verkehrslage (Weg von den Kupfergruben um Kitzbühel zum Inntal) den Anreiz zum Entstehen dieser Siedlungen; ein Prädikat der Natur, was auch im Prozess der Stadtwerdung des letzten Jahrhunderts wieder zum Tragen kam.
Ein paar Jahrzehnte Stadt, doch drei Jahrtausende alt! So lange hat dieser Boden Menschen verschiedenster Völker und Kulturen ernährt und erhalten, hat sie getragen und ihnen Heimat bedeutet.

Bereits im späten 6. Jahrhundert waren die Bayern auf ihrem Zug nach Süden bis in den Raum Wörgl vorgedrungen, in der die römische Provinzverwaltung schon seit langer Zeit festen Fuß gefasst hatte.
St. Laurentius, der Pfarrpatron, weist auf eine vorgermanische Christianisierung hin und selbst noch in den Flurkarten der Jahre vor dem Bahnbau zeigen die Grundstücke an der damaligen Reichsstraße jene Quadratform und Größe, wie sie vom römischen Ackermaß her bekannt sind.

Erste im Jahre 1504 fiel das Land unterhalb der Zillermündung endgültig an die Grafschaft Tirol (Eroberung der Festung Kufstein durch Kaiser Maximilian).
Bahnhofstrasse_Fruehling3_04_2015

Trotz der administrativen Aufteilung auf zwei Landgerichte waren seit dem Jahr 1410 ältere Gemeinsamkeiten weiterhin lebendig geblieben. Es gab wohl zwei Dorfmeister und zwei „Trüchl“ (Gemeindekassen), doch einen Namen, eine gemeinsame Kirche und eine einheitliche Wirtschaftsgemeinde, Diese nutzten Flur und Wald gemeinsam und trugen miteinander die Lasten, wie der Dorfbrief vom Jahr 1609 beweist; ein aufschlussreiches Rechtsdokument über die Lebensumstände unserer Vorfahren.
Im Jahre 1607 zum Vikariat erhoben, auch von einem in Wörgl stationierten Vikar versorgt, war es nur mehr eine Frage der Zeit, dass sich Wörgl auch eine Kirche im damaligen Zeitgeschmack, eben eine barocke Kirche leisten konnte. Im Jahre 1748 war es dann soweit. Sie sollte in dieser Form bis zum Jahre 1836 bestehen bleiben.
Durch die ruchlose Hand eines – wie es damals hieß – Mordbrenners in Brand gesteckt war sie zur Ruine geworden. Im Zuge des Wiederaufbaus hat man sie dann um zwei Koch nach hinten verlängert und den eingestürzten Turm an einer anderen Stelle neu errichtet.

Am 13. Mai 1809 fand bei Wörgl eine entscheidende Schlacht im Tiroler Freiheitskampf unter Andreas Hofer statt. Napoleon entsandte starke Heeresabteilungen zur Rückeroberung Tirols. Die Truppen bestanden vor allem aus bayrischen und sächsischen Soldaten, während die Franzosen die Führung übernahmen. Sie rückten über Kufstein und den Pass Strub ins Land.
Die Tiroler stellten sich dem anrückenden Feind in den Feldern von Wörgl, mussten jedoch unter der Führung von General Chasteler eine entscheidende Niederlage einstecken. Die Bayern, Sachsen und Franzosen zogen daraufhin brandschatzend und mordend durch das Unterinntal gegen Innsbruck. Noch heute erinnert ein von Christian Plattner gestaltetes und zum 100-jährigen Jubiläum im Jahre 1909 eingeweihtes Denkmal vor der Stadtkirche an diesen Tag (Wörgler Reara).

Der wirtschaftliche Aufstieg Wörgls begann mit dem Bau der Giselabahn in den Jahren 1873 bis 1875 und deren Anbindung an die Westbahnstrecke, wodurch Wörgl zum Bahnverkehrsknoten wurde. Der Wörgler Bahnhof ist aus diesem Grund heute nach dem Innsbrucker Hauptbahnhof der höchstfrequentierte in Tirol.

Der damalige Kaiser Franz Josef I. beförderte schließlich im Jahre 1891 – mit einem Federstrich – alle Vikariate der Monarchie zu Pfarren. So auch Wörgl.
Somit Pfarre geworden und mit einem enormen Bevölkerungszuwachs konfrontiert, wurde bald über eine Kirchenerweiterung nachgedacht, die dann auch im Jahre 1912 realisiert werden konnte. Somit war das Kirchenbauwerk entstanden, wie es sich heute präsentiert und an dem, in seinem äußeren Erscheinungsbild, bis heute kaum etwas verändert wurde.

Im Jahre 1911 wurden die – kurz vorher vereinigten – Dorfgemeinden Wörgl-Kufstein und Wörgl-Rattenberg („entern und herentern Bach“) zum Markt erhoben. Dies sogar in Anwesenheit seiner Majestät, dem man allerdings einen Ausflug über den roten Teppich hinaus ersparen wollte, bot sich doch zwischen Bahnhof und Dorfkern eher das Bild einer Pioniersiedlung im hitzigen Fortschrittoptimismus der Gründerzeit.

Am 13. Februar 1934 kam es in Wörgl zu Gefechten zwischen dem sozialdemokratischen republikanischen Schutzbund und bewaffneten Kräften der autoritären Regierung Dollfuß.
Durch den zweiten Weltkrieg war Wörgl schwer gekennzeichnet. Ab Ende 1943 war Wörgl alliierten Bombardements ausgesetzt. Bombenabwürfe auf den Bahnhof zerstörten Teile der Stadt. Die Wörgler Bombentage vom 22./23. Februar 1945 werden in der Geschichte des Ortes als blutrote Erinnerungsdaten eingraviert bleiben. Es fielen 46 in Wörgl wohnhafte Menschen und 23 Fremde, insgesamt 69 Personen, den Bomben zum Opfer. In Wörgl wurden 43 Häuser gänzlich zerstört, 105 Häuser wurden erheblich beschädigt.
Noch heute werden auf Baustellen immer wieder Blindgänger von Fliegerbomben ausgegraben.

Im Jahre 1951 konnte auf Initiative des damaligen Wörgler Bürgermeisters und Vizepräsidenten des Tiroler Landtages, Kommerzialrat Martin Pichler, die Stadterhebung gefeiert werden.

Heute ist Wörgl die zweitgrößte Stadt im Bezirk Kufstein und ein bedeutendes Wirtschaftszentrum im Tiroler Unterland. Durch die große Anzahl von Schulen wird Wörgl als Schulstadt bezeichnet.

Im August 2005 brach kurz vor Wörgl der Inndamm, wodurch große Teile der Stadt überflutet wurden. Auch viele andere Gemeinden in Tirol und Bayern gerieten durch das „Jahrhunderthochwasser“ stark in Mitleidenschaft.

Gemeinde Wörgl

Wappen:

Die roten Dachsparren verweisen auf die Burg Werberg, die
zerstört wurde, und das gleichnamige Adelsgeschlecht.
Die goldenen, ineinandergreifenden Ringe im Wappen der
Stadt Wörgl erinnern daran, dass Wörgl aus der
Vereinigung zweier Gemeinden,
Wörgl –Kufstein und Wörgl – Rattenberg, entstanden ist.

Wörgler Geldexperiment

Arbeitswertschein aus Wörgl.
Funktionsweise: Auf die Vorderseite musste monatlich eine Marke mit 1% des Wertes geklebt werden.

In Wörgl war um 1932 die örtliche Zement- und Zellulosefabrikation stark zurückgegangen und die Arbeitslosenquote bedrohlich gestiegen. Die Gemeinde hatte einerseits beträchtliche Steuerausfälle, andererseits hohe Lasten durch Unterstützungsleistungen an Arbeitslose. Die Kasse war leer, und ein Ende war nicht abzusehen. Ab Anfang Juli 1932 gab die Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister Michael Unterguggenberger als Lohn der Gemeindeangestellten eigene sogenannte Arbeitswertscheine aus, den Wörgler Schilling. Die Scheine gab es in Nennwerten 1,2 und 5 Schilling. Bis zum Ende der Aktion im August 1933 waren insgesamt Scheine im Wert von etwa 34.500 Schilling ausgegeben worden. Maximal wurden 12.000 Schilling gleichzeitig emittiert.

Die Arbeitswertscheine waren umlaufgesichertes Freigeld. Ideenlieferant war dabei die Freiwirtschaftslehre Silvio Gesells. Monatlich musste eine Marke zu einem Prozent des Nennwertes der Note gekauft und in ein dafür vorgesehenes Feld auf der Vorderseite des Geldscheines geklebt werden, um ihn gültig zu erhalten. Das Geld war durch Hinterlegung von Schillingen gekoppelt. Mit diesen Scheinen konnten Gemeindesteuern bezahlt werden. Einheimische Geschäftsleute nahmen das Geld in Zahlung.

Das Experiment glückte. Geldkreislauf und Wirtschaftstätigkeit wurden – entgegen dem allgemeinen Trend im Laufe – wiederbelebt. Überall in Wörgl wurde gebaut und investiert. Eine Straßenbrücke „mit Freigeld erbaut“ zeugt davon. In den 14 Monaten des Experiments nahm die Arbeitslosenquote von 21 auf 15% ab, während sie im übrigen Land weiter anstieg.

Die positiven Auswirkungen führten dazu, dass der Modellversuch in der Presse als „Wunder von Wörgl“ gepriesen wurde. Das Interesse daran stieg derart, dass über hundert weitere Gemeinden in Österreich dem Beispiel folgen wollten. Auch im Ausland und in Übersee fand die Aktion starke Beachtung und Nachahmer. Aus Frankreich reiste der Finanzminister und spätere Ministerpräsident Eduardo Daladier nach Wörgl, und in den USA schlug der Wirtschaftswissenschaftler Irving Fisher der amerikanischen Regierung – wenn auch vergeblich – vor, ein wörgl-ähnliches Geld mit Namen Stamp Script zur Überwindung der Wirtschaftskrise einzuführen.

Allerdings erhob die Österreichische Nationalbank gegen die Wörgler Freigeld-Aktion vor Gericht erfolgreich Widerspruch, weil allein ihr das Recht auf Ausgabe von Geld zustand. Das Experiment von Wörgl und alle weiteren Planungen wurden verboten. Unter Drohung von Armeeeinsatz beendete Wörgl das Experiment im September 1933. Da in der Folge die Weltwirtschaft wieder anzog und bald darauf der Zweite Weltkrieg ausbrach, gerieten das Modell und sein Erfolg weitgehend in Vergessenheit.

Der Verein Unterguggenberger Institut hält das Erbe des Wörgler Geld-Experimentes hoch und bringt historische Erfahrungen mit aktuellen Projekten zusammen (Wörgler Freigeldjahr 2008). Gemeinsam mit dem Heimatmuseum und dem Stadtarchiv wird eine Ausstellung bereitgehalten. Zeitgemäße Lösungen rund um das Thema Komplementärwährung werden umfassend zusammengetragen und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

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