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Tourenplanung leicht gemacht

So sind Sie sicher unterwegs am Berg und können das Erlebnis genießen!

Das Gebirge wirkt anziehend, herausfordernd und mystisch auf viele Menschen. Auch wenn die Berge der Kitzbüheler Alpen relativ sanft angelegt sind und Wander- oder Mountainbiketouren eher leicht zu bewältigen sind, kommt es trotzdem auf eine gute Planung an. Je besser Sie Ihren Ausflug vorausplanen, desto mehr können Sie das Erlebnis am Berg in vollen Zügen genießen. Wir geben Ihnen ein paar Tipps für die perfekte Tourenplanung.

Die Top-10 der Tourenplanung

  • Gesund in die Berge: Bedenken Sie, dass "Bergwandern" wie Ausdauersport wirkt. Die positiven Belastungsreize für Herz und Kreislauf setzen Ihre vollkommene Gesundheit voraus. Schätze Sie sich realistisch ein. Vermeiden Sie Zeitdruck und wählen ein Tempo, dass niemand in der Gruppe außer Atem kommt.

  • Sorgfältige Planung: Suchen Sie sich nur Touren aus, bei denen Sie sicher sind, dass Sie diese auch bewältigen können. Nehmen Sie Wander-Literatur und Kartenmaterial zur Hilfe. Lassen Sie sich von Experten oder Einheimischen beraten und achten Sie auf die Länge der Tour, Höhenunterschiede und die Schwierigkeit der Strecke. Achten Sie vor allem auf das aktuelle Wetter und passen Sie Ihre Ausrüstung daran an. Achtung: Die Wetterverhältnisse können sich in den Bergen plötzlich und unvorhersehbar ändern!

  • Vollständige Ausrüstung: Wichtig ist, dass Sie Ihre Ausrüstung der jeweiligen Unternehmung anpassen und Ihren Rucksack so leicht wie möglich packen. Regen-, Kälte- und Sonnenschutz gehören immer in den Rucksack, genauso wie ein kleines Erste-Hilfe-Paket und ein aufgeladenes Mobiltelefon. Am besten noch eine gute Wanderkarte oder sogar ein GPS einpacken, damit bei der Orientierung nichts schief geht!

  • Passendes Schuhwerk: Achten Sie immer darauf, gute Wanderschuhe (meist knöchelhoch) an zu ziehen. Gute Wanderschuhe schützen, entlasten den Fuß und bieten deutlich mehr Trittsicherheit als normale Turnschuhe. Eine perfekte Passform, eine rutschfeste Profilsohle, Wasserdichtigkeit und ein geringes Gewicht sind fast schon obligatorisch. Lassen Sie sich einfach von Experten beraten!

  • Trittsicherheit: Das ist der Schlüssel zum Glück. Beachten Sie, dass zu hohes Gehtempo oder Müdigkeit Ihre Trittsicherheit und Ihre Konzentration stark beeinträchtigen. Stürze sind die Folge von Ausrutschen oder Stolpern und können durch Vorsicht und gute Selbsteinschätzung reduziert werden.

  • Auf markierten Wegen bleiben: Dort, wo es möglich ist, sollte das selbstverständlich sein, um die Orientierung nicht zu verlieren. Vermeiden Sie Abkürzungen. Im weglosen Gelände steigt das Risiko für Orientierungsverlust, Steinschlag oder Absturz deutlich. Wenn Sie trotzdem vom Weg abkommen, kehren Sie zur letzten, bekannten Stelle mit Markierung oder Beschilderung zurück und orientieren Sie sich neu.

  • Regelmäßige Pausen: Diese dienen nicht nur der Erholung und zum Tanken neuer Kraft. So können Sie außerdem die Landschaft und die Geselligkeit Ihrer Bergkameraden viel mehr genießen. Essen und Trinken sind notwendig, um Ihre Leistungsfähigkeit und Ihre Konzentration zu erhalten.

  • Verantwortung für Kinder: Suchen Sie nur Touren im passenden Niveau für Ihre Ausflüge mit Kindern aus. Abwechslung und spielerisches Entdecken sollten für Kinder immer im Vordergrund stehen. Lange, schweirige Touren, die viel Kondition und Konzentration erfordern sind für Kinder nicht geeignet.

  • Kleine Gruppen: Kleine Gruppen sind flexibler als größere Kameradschaften und sind sicherer, als nur alleine auf die Berge zu gehen. Informieren Sie vertraute Personen über Ihr Ziel, Ihre Route und Ihre voraussichtliche Rückkehr. Bleiben Sie in der Gruppe zusammen und helfen Sie sich gegenseitig, wenn nötig.

  • Respekt für Natur & Umwelt: Lassen Sie bitte keine Abfälle auf den Bergen zurück. Vermeiden SieLärm. Bleiben Sie auf den markierten und ausgeschilderten Wegen und beunruhigen Sie keine Wild- oder Weidetiere. Auch Pflanzen sollten mit Respekt behandelt werden. Respektieren Sie ausgewiesene Schutzgebiete und nutzen Sie zur Anreise Fahrgemeinschaften oder öffentliche Verkehrsangebote.

Selfie am Gipfelkreuz

Das gehört in den Wander-Rucksack

Ein richtig gepackter Rucksack sollte am Berg auf keinen Fall fehlen. Dieser hilft Ihnen in fast jeder Situation weiter. Gleichzeitig muss er aber nicht schwer sein. Je nach Vorhaben sind unterschiedliche Inhalte empfohlen. Wir geben Ihnen Tipps, was unbedingt mit auf die Tour muss.

Für die Tages-Tour am Berg

  • checkAktuelle Wanderkarte

  • checkBlasenpflaster

  • checkMobiltelefon mit vollem Akku

  • checkTaschenmesser

  • checkBargeld

  • checkJause (Handwurst, Brot, Riegel, Kekse, Obst...)

  • checkTrinkflasche (Wasser oder isotonische Getränke)

  • checkSonnenschutz (Sonnencreme, Sonnenbrille, Kappe, ...)

  • checkT-Shirt zum Wechseln

  • checkRegenjacke (auch wenn es nicht danach aussieht)

  • checkFleecejacke (am Berg ist es meist kühler als im Tal)

  • checkErste-Hilfe-Set

  • checkHandschuhe & Mütze (zur Sicherheit)

  • checkStirnlampe

  • checkSitzkissen, bzw. Sitzunterlage

Der Rucksack für Tagestouren sollte nicht größer als 20-25 Liter sein. Wanderstöcke können Ihnen den Weg beim Wandern zusätzlich behilflich sein. Vor allem bergab sind diese meistens eine große Erleichterung. Wenn Sie nicht nur einen Tag unterwegs auf den Bergen sind und unterwegs übernachten wollen, sollten Sie natürlich einen gößeren Rucksack (bis zu 60-80 Liter) mitnehmen und dementsprechend mehr einpacken. Besonders angenehm zu tragen sind Rucksäcke mit eingebauten "Abstandhaltern" und Atmungsnetzen. Sie sorgen für gute Durchlüftung am Rücken und verhindern so ein übermäßiges Schwitzen. Bei der Auswahl des richtigen Wanderrucksacks empfehlen wir Ihnen, auf Expertenberatung zu setzen. Diese hilft Ihnen, Ihr individuell passendes Modell zu finden. Mehr dazu lesen Sie in unseren hilfreichen Checklisten zum Rucksackpacken.

Auf die richtige Ausrüstung kommt es an

Kleidung, Schuhe und mehr

Denken Sie daran, dass Sie sich im Gebirge meist in unbekanntem Terrain bewegen. Auch das Wetter kann sich schneller ändern, als so manchem lieb ist. Vor allem ist es auf den Bergen aber deutlich kühler, als in den Tälern. Pro 100 Höhenmeter können Sie um ca. 1°C weniger rechnen. Bei der richtigen Auswahl der Kleidung kann meist auch ein Blick in die aktuellen Webcams oder Wettervorhersagen der Region helfen.

Das richtige Schuhwerk

Der richtige Schuh ist ein wichtiger Sicherheitsfaktor - aber auch eine Voraussetzung für freudvolles Bergwandern. Im Handel gibt es eine große Auswahl, die es Ihnen ermöglicht, sowohl die richtige Passform, als auch das richtige Model zu finden. Es gibt leichte Modelle, es gibt schwere und robuste Modelle. Atmungsaktiv oder doch wasserdicht? Hoher oder niedriger Schaft? Bei der Entscheidung für den richtigen Schuh, gibt es viele Fragen zu klären. Wichtiger Tipp: Nehmen Sie sich Zeit bei der Auswahl! Lassen Sie sich von Experten beraten und testen Sie die Schuhe ruhig mehrere Minuten lang am Fuß!

So finden Sie den richtigen Schuh:

  • checkBestimmen Sie den Einsatzzweck des Schuhs: Leichte Spaziergänge, mittlere Bergwege und -Touren, oder anspruchsvolle Wanderungen im hochalpinen Gelände.

  • checkKaufen Sie den Wanderschuh nachmittags: Ihre Füße sind dann meist etwas dicker als am Morgen. Das entspricht eher der Situation beim Wandern. Denn auch dort schwellen Ihre Füße leicht an.

  • checkEin bisschen größer: Ihr neuer Wanderschuh sollte mindestens eine halbe, bis eine ganze Nummer größer sein, als Ihre "normalen" Schuhe. Zum einen haben Sie mit Ihren speziellen Wandersocken dann mehr Platz und zum anderen sollten Ihre Zehen beim Bergabgehen nicht vorne anstoßen

  • checkWasserdicht oder atmungsaktiv: Das kommt auf das Einsatzgebiet des Schuhs an und sollte definitiv vorab mit einem Schuh-Experten geklärt werden

  • checkProbieren Sie viele verschiedene Schuhe an: Es gibt immer einen, der noch besser passt! Versteifen Sie sich nicht von Anfang an auf eine spezielle Marke. Lassen Sie sich Zeit und probieren den Schuh mehrere Minuten in Bewegung. Testen Sie die Schuhe mit ihren Wandersocken, die Sie später zum Wandern tragen werden

  • checkLaufen Sie Ihre Wanderschuhe ein: Jeder Schuh muss "warmgelaufen" werden. Je steifer der Schuh ist, desto besser ist es, den Schuh schrittweise ein zu laufen. Das erspart spätere Blasenbildung und trägt zum Wohlbefinden auf der Wanderung bei

  • checkPflegen Sie Ihren Wanderschuh: Durch regelmäßiges Putzen und Imprägnieren halten Sie den Schuh geschmeidig und langlebig. Lagern Sie die Wanderschuhe trocken, kühl und bei wenig Licht und beachten Sie weitere Pflegehinweise des Herstellers. So werden Sie lange Spaß mit Ihren Wanderschuhen haben.

Spezielle Wandersocken

Die richtigen Wanderschuhe sind nur die halbe Miete für eine sorglose Wanderung. Ein nicht zu unterschätzender Faktor sind auch die richtigen Wandersocken. Nur so behalten Sie trockene und blasenfreie Füße und können sich über Ihre Erlebnisse am Berg freuen. Der richtige Wandersocken ist atmungsaktiv, wasserabweisend, bequem und sorgt in den Wanderschuhen für die nötige Trittsicherheit.

Die Auswahl an Wandersocken und Materialien ist riesig. Es gibt gepolsterte Socken oder Wandersocken ohne Polsterung. Je nach Einsatzgebiet sollten Sie entscheiden, ob Sie dickere oder dünnere Socken in den Wanderschuh anziehen wollen (hauptsächlich temperaturabhängig). Und dann ist da noch die Auswahl an verschiedensten Materialien: Wandersocken aus Baumwolle, Wandersocken aus Schurwolle, Wandersocken aus synthetischen Fasern, Mischformen u.v.m.

Welche Socken zu Ihnen passen, kommt neben dem Einsatzgebiet vor allem auch auf den ausgewählten Wanderschuh an. Lassen Sie sich auch hier von einem Experten beraten. Wichtig sind nur folgende Tipps: Die Socken sollten mindestens genauso gut passen, wie die Wanderschuhe selbst - und faltenfrei anliegen. Und: Nehmen Sie auf Ihre Wanderung immer mindestens ein Paar Ersatzsocken mit, damit Sie immer trockene Füße haben!

Kleidung für jede Situation

Maßgeblich verantwortlich dafür, dass Sie sich beim Wandern wohlfühlen, ist vor allem die Kleidung. Natürlich hängt es davon ab, welche Art der Wanderung Sie planen. Grundsätzlich sollten Sie sich aber an folgenden Tipps orientieren:

  • checkHemd, Bluse oder T-Shirt: Achten Sie darauf, dass Ihre Oberbekleidung möglichst leicht und atmungsaktiv ist. Das verhindert unnötiges Schwitzen und transportiert Feuchtigkeit ideal ab. Hemden haben zusätzlich den Vorteil, dass man sie sehr leicht hochkrämpeln oder aufknöpfen lassen, wenn es wärmer wird.

  • checkHose: Eine gute Wanderhose ist atmungsaktiv und stabil und man sollte genügend Platz darin haben. Einerseits hat man so genügend Bewegungsfreiheit. Auf der anderen Seite kann man so eine zweite Hose darunter ziehen, wenn es wirklich einmal kälter werden sollte. Heute haben sich atmungsaktive Hosen aus Kunststoffen oder Mischgeweben durchgesetzt. Ideal sind sog. Zipper-Hosen, die man (je nach Wetter / Witterung) einfach und schnell abtrennen oder wieder hinzufügen kann.

  • checkPullover, Fleecejacke: Langärmlige Oberbekleidung gehört eigentlich immer zur Wanderausrüstung. Bedenken Sie, dass es auf den Bergen meist spürbar kälter ist als im Tal. Pro 100 Höhehmeter nimmt die Temperatur um ca. 1°C ab. Fleecepullover oder -Jacken eignen sich besonders gut, da sie deutlich leichter sind, als Wollpullover.

  • checkJacke: Eine optimale Wanderjacke sollte wasser- bzw. regendicht und trotzdem atmungsaktiv sein. Taschen und kleine Fächer schaffen Platz für wichtige Dinge, wie z.B. Snacks, Taschenmesser, Geldbörse oder Wanderkarte. Auch eine Kapuze sollte nicht fehlen. Reine "Regenjacken" lassen sich relativ klein zusammen packen und haben nur wenig Gewicht. Zusätzlich wärmende und windschützende Eigenschaften haben sog. Softshell-Jacken, die Regenjacken in nichts nach stehen. Sog. Hardshelljacken sind eher für Touren bei extremen Wetterverhältnissen geeignet, da sie von Grund auf schwerer sind und die Bewegungsfreiheit ein wenig einschränken. Zumindest im Wanderrucksack sollte eine dünne Jacke aber auf keinen Fall fehlen!

  • checkMütze, Handschuhe, Stirnband: Diese Utensilien sollten in keinem Rucksack fehlen. Sie verbrauchen nur wenig Platz, sind leicht und helfen bei plötzlichen Wetterumstürtzen oder unvorhergesehenen Notfällen sehr. Bei den Handschuhen ist es wichtig, auf gute Isolierung und wasserabweisende Eigenschaften zu achten. Leicht durchnässbare Handschuhe sind hingegen weniger geeignet. Bei der Kopfbedeckung ist eher darauf zu achten, dass die wärmenden Eigenschaften und die Atmungsaktivität möglichst groß sind. Bei Regen kann man zur Not immer noch seine Kapuze der Regenjacke drüber ziehen, um sich zusätzlich zu schützen.

  • checkSonnenschutz: Egal zu welcher Jahreszeit - Sonnenschutz ist einfach ein MUSS. Vor allem in den Bergen ist die UV-Belsatung (durch die größere Höhenlage) deutlich intensiver. Viele Menschen unterschätzen das. Neben einer Sonnencreme mit dem Lichtschutzfaktor 50+ sollte auch eine passende Kopfbedeckung mit dabei sein. Empfindliche Hauttypen sollten zudem auf ihre Ohren und den Nacken achten.

Für einfache und sehr leichte Touren muss sich aber niemand in Unkosten stürzen und gleich mit einer kompletten Wanderausrüstung am Berg erscheinen. Wichtig ist, dass Sie sich in Ihren Klamotten wohl fühlen und dass sich an die jeweilige Wettersituation anpassen. Für den Anfang ist das richtige Schuhwerk und eventuell ein ausreichender Sonnenschutz entscheidend.

Wer allerdings häufiger wandern geht oder ausgiebigere Touren unternimmt, der sollte sich zunehmend auch bei der Ausrüstung und Kleidung "verprofessionalisieren". Das kommt dem Wohlbefinden während der Wanderungen zu Gute. Beste Beratung gibt es jeweils im Sportfachhandel. Wo könnte diese noch besser sein, als direkt vor Ort in einem der Sportgeschäfte mitten in den Kitzbüheler Alpen.

Einkehr auf Berghütte

Essen und Trinken auf den Bergen

Wandern ist in gewisser Weise wie Ausdauersport. Deshalb ist es unbedingt erforderlich, den Flüssigkeitsbedarf regelmäßig zu decken. Die Nahrungszufuhr in Form von Müsliriegeln, Obst oder Keksen fördert nicht nur die Konzentrationsfähigkeit, sondern verhindert auch einen frühzeitigen Leistungsabfall wegen Unterzuckerung.

Zum Trinken eignen sich besonders zuckerarme, isotonische Getränke. Von süßen Getränken ist abzuraten, da diese den Durst nur weiter fördern. Auch reines Leitungs- oder Quellwasser ist ideal für Wanderungen geeignet. Trinken sollten Sie bereits bevor ein Durstgefühl bei Ihnen aufkommt. Dabei ist es ratsame eher kleinere Portionen und öfters zu trinken, als viel auf einmal zu trinken. Mit auf eine Wandertour sollten ca. 1-2 Liter genommen werden. Mehr ist dann schon wieder zu schwer. Kleiner Tipp aus den Kitzbüheler Alpen: Immer wieder kommt man hier an klaren, frischen Bergquellen oder kleinen Bächen vorbei. Mit ein bisschen Vorsicht, kann man dieses Wasser ohne Bedenken zu sich nehmen. Dieses ist meist sogar sauberer als Leitungswasser in vielen anderen Regionen dieser Welt.

Ihren Kohlehydratspeicher füllen Sie am besten mit Müsliriegeln, Trockenobst, Obst oder Vollkornprodukten auf. Beim Wandern ist es wichtig, lieber mehrere kleine Essenspausen ein zu legen, als alles auf einmal zu essen. Die erste Pause sollte so nach ca. 2 Stunden statt finden. Danach heißt es alle 1,5 - 2 Stunden: Energiespeicher nachladen und eine Kleinigkeit essen. Das schützt vor Leistungsabfall. Vorsicht: Reiner Traubenzucker ist nicht zu empfehlen. Dieser bringt zwar kurzfristig einen spürbaren, enormen Energieschub. Der darauf folgende "Einbruch" ist allerdings bei Traubenzucker umso schneller und umso größer.

Ein wichtiger Hinweis noch: Achten Sie vor allem drauf, Ihren mitgebrachten Müll wieder vollständig mit zu nehmen und anschließend fachgerecht zu entsorgen. Dies gilt auch für abbaubare Naturprodukte wie z.B. Obstreste oder Brotstücke. Die Natur und nachfolgende Wanderer werden es Ihnen danken!

Generell gilt beim Essen und Trinken: Jeder sollte das so handhaben, wie es ihm am besten passt. Das wichtigste ist dabei: Sich Zeit nehmen und genießen! Mal ganz ehrlich: Sie wollen ja auch etwas von der schönen Natur der Kitzbüheler Alpen sehen, oder? Also machen Sie lieber einmal eine Pause mehr und genießen Sie nicht nur Ihre "Wander-Jause" sondern auch das Panorama!

Die richtige Jause mitnehmen oder eine Einkehr auf einer Berghütte

... das liegt ganz bei Ihnen. Auf den Bergen der Kitzbüheler Alpen gibt es genügend Wanderwege und Wanderungen bei denen eine Einkehr regelmäßig möglich ist. Trotzdem gibt es sehr viele Varianten, bei denen Sie keine Berggasthäuser oder Almen vorfinden und sich selbst versorgen müssen. Vor allem Naturliebhaber und Freunde von großer Ruhe und Freiheit bevorzugen diese Art des Wanderns.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, auf einer Ihrer Wanderungen am Berg einkehren zu können, dann nutzen Sie diese Chance. Die Jausenstationen und Almen versprechen nicht nur höchste Qualität und Regionalitätsbewusstsein, sondern überzeugen mit herzlicher Gastfreundschaft und Bedienservice. Auf den zahlreichen Almen mit Ausschank haben Sie sogar die Möglichkeit, selbst erzeugte Produkte, wie Speck, Käse, Brot, Aufstriche, etc. zu verkosten. Einige Betriebe bieten sogar einen "Ab-Hof-Verkauf" an.

So ganz nebenbei ist eine Einkehr nicht nur gemütlicher, sondern bietet Ihnen auch noch die Möglichkeit, die Panoramen der umgebenden Berge ausgiebig genießen zu können.

Das Bergwetter und die Witterung

Gut informieren und richtig einschätzen!

Eine Wanderung will gut geplant sein. Vor allem das Wetter sollte bei der Tourenplanung oberste Priorität haben. Informieren Sie sich frühzeitig vor Wanderbeginn über die aktuelle Wetter-Situation. Blicken Sie auch auf die weitere Wettervorhersage und behalten Sie kurzfristige und langfristige Witterungsänderungen im Überblick.

Regen in den Kitzbüheler Alpen

Wetteränderung

Anders als in vielen, flachen Landesteilen, kann sich das Wetter auf den Bergen innerhalb weniger Minuten komplett ändern. Die die unterschiedlichen Luftdruckzonen und kleinstrukturiertere Windgebiete kann es durchaus vorkommen, dass Sie zuerst noch blauen Himmel und schönes Wetter vor sich sehen. Nur 10 Minuten später türmen sich bereits gigantische Gewitterwolken vor einem auf. Sie sollten hier auf den aktuellen Bergwetterbericht vertrauen und Ihre Tourenplanung entsprechend anpassen. Bedenken Sie, dass Gewitter auf den Bergen richtig unangenehm und gefährlich werden können - vor allem, wenn Sie keinen Unterstand haben. Informieren Sie sich auch bei Einheimischen oder Ihren Vermietern. Diese kennen sich meist sehr gut aus und können Ihnen weitere Tipps geben.

Temperaturen am Berg

In Zeiten des Klimawandels spielen die Berge hier ihre vollen Vorteile aus. Während es in tiefen Landesteilen brütend heiß ist und Temperaturen von teils weit über 30°C hat, kann es auf den Bergen noch angenehm kühl sein. In der Regel können Sie davon ausgehen, dass sich die Temperaturen je 100 Höhenmeter um ca. 1°C abkühlen. Wenn Sie also im Tal (auf ca. 800 Hm) angenehme 25°C haben, kann es auf 1.800 m Höhe schon nur noch ca. 15°C haben. Wenn Sie eine Tour auf einen der höheren Gipfel der Kitzbüheler Alpen planen, kann es auch im Hochsommer sein, dass Sie dann nur bei 10-12°C oben ankommen. Entsprechende Kleidung sollte also unbedingt eingepackt werden.

Schneefall im Sommer?

Die Kitzbüheler Alpen sind eigentlich dafür bekannt, sich in relativ gemäßigter Höhenlage zu befinden. Trotzdem dürfen Sie nicht vergessen, dass sich die Region über Höhen von 800 m bis knapp über 2.400 Hm erstreckt. Es kann so durchaus vorkommen, dass Sie bis Mitte / Ende Mai mit Schneefällen oberhalb der Baumgrenze rechnen müssen, bzw. vorhandene Altschneefelder auf den Wanderwegen vorfinden. Meist müssen Sie ab Ende August dann wieder mit der Möglichkeit rechnen, dass Schneefälle die Wanderwege auf den Bergen kurzzeitig erschwert passierbar machen. Zwar setzen die ergiebigen Schneefälle auf den Bergen erst Ende des Jahres (November / Dezember) ein, trotzdem sollten Sie diesen Umstand bei der Tourenplanung berücksichtigen.

Wanderkarten lesen können

Eine sichere Hilfe bei der Orientierung am Berg!

Tourenplanung beim Wandern

Eine gute Tourenplanung erleichtert nicht nur die Wanderung, sondern sorgt auch für die nötige Sicherheit beim Wandern.

Eine gute Tourenplanung ist wichtig, damit Sie sich später am Berg auf das Wesentliche konzentrieren können: Wandern, die Naturgenießen und Eindrücke sammeln, die Sie nie wieder vergessen. Eine aktuelle Wanderkarte sollten Sie immer mit dabei haben. Nur so behalten Sie immer und jederzeit den Überblick und die Orientierung. Wichtiger noch, als eine Wanderkarte dabei zu haben, ist, diese auch lesen und interpretieren zu können.

Es gibt zahlreiche Verlagskarten, die die Kitzbüheler Alpen mit ihren Wanderwegen und Mountainbike-Strecken abbilden. Die bekanntesten sind mit Sicherheit vom Kompass-Verlag oder aus dem Verlagshaus Freytag & Berndt. Die Kitzbüheler Alpen Tourismusverbände arbeiten alle einheitlich mit der Alpenwelt-Verlagskarte zusammen. Der Standardmaßstab für Wanderkarten beträgt 1:35.000. Ein Zentimeter auf der Karte bedeutet also eine Weglänge von 350 Meter in Wirklichkeit.
Wanderkarte

Die Kitzbüheler Alpen werden durch die Alpenwelt-Verlagskarte bestens abgebildet.

Alle öffentlichen, markierten und beschilderten Wanderwege sind meist mit roten oder schwarzen Linien in der Karte versehen. Rot steht dabei für "rote Bergwege" und schwarz bedeutet: "Schwere Bergwege". Eine Zahl (oder Ziffer) entlang der Linien geben die offizielle Wegnummer an, welche auch auf den gelben Webweiser-Schildern angezeigt werden.

Auf der Alpenwelt-Verlagskarte können Sie verschiedene Hintergrundfarben erkennen. Die hellgelben Bereich markieren die Täler. Alm-, Weide- und Waldgebiete werden in hellgrün dargestellt. Diese Gebiete können durchaus bis in Höhen von 1.600 - 1.800 Meter vordingen. Anschließend zeigen weiße bis graue Flächen das "hochalpine" Gelände an. Je grauer der Hintergrund, desto alpiner wird die Region.

Zusätzlich zu den farblichen Flächenkennzeichnungen finden Sie auf der Kitzbüheler Alpen - Karte viele braune Linien, die sich wie Wellen über die Karte legen. Diese stellen Höhenlinien dar und sind deshalb auch immer wieder mit der entsprechenden Höhenagabe in Metern versehen. Zur besseren Einschätzung: Je weiter die braunen Linien voneinander entfernt sind, desto "flacher" ist das Gelände; je näher die Höhenlinien beieinander liegen, desto "steiler" werden allfällig vorhandene Wege.
Legende der Wanderkarte

Nur mit der Legende kann man die Wanderkarte richtig lesen und interpretieren.

Mit der richtigen Wanderkarte können Sie viele Informationen entnehmen. Natürlich hilft Ihnen eine vorhandene "Legende", die Karte noch besser zu lesen. Bevor Sie zum Wandern aufbrechen sollten Sie Ihre Tour auf der Karte gut studieren und sich über die Eigenheiten der Karte im Klaren sein. Ziehen Sie dazu auch den Rat von Einheimischen, Vermietern oder Wanderführern heran. Wenn Sie sich unsicher im Kartenlesen fühlen, fragen Sie in den örtlichen Infobüros nach. Dort gibt es neben fachkundigem Personal meist auch wöchentliche Infoveranstaltungen rund ums "Kartenlesen".

Gehzeiten richtig einschätzen

So planen Sie Ihre Wanderung richtig!

Gleich vorne weg: Eine 100%ige Planung der Gehzeit ist nahezu ausgeschlossen. Vor allem, wenn es bergauf geht, unterscheiden sich die Gehstile und Geschwindigkeiten doch sehr. Körperliche Verfassung, Wanderer-Niveau und auch Tagesform beeinflussen diesen Faktor ziemlich. Auch die Gruppengröße ist ausschlaggebend für die tatsächliche Dauer der Wanderung. Je größer die Gruppe, desto länger sollte man für die Bergtour einplanen.

Ein sehr gängiges Berechnungmodell bewährt sich in den meisten Fällen: Rechnen Sie damit, dass Sie ca. 300 Höhenmeter pro Stunde schaffen. Auf ebener Fläche würden Sie gleichzeitg 4 Kilometer pro Stunden horizontal zurücklegen. Berechnen Sie den Wert für die Weglänge und für die Höhenmeter jeweils getrennt voneinander. Halbieren Sie den kleineren Wert der beiden Gehzeiten und addieren Sie anschließend beide Werte. So erhalten Sie die ungefähre Gehzeit Ihrer Wanderung.

Beispiel: Bei einem mittelschweren Bergweg unternehmen Sie eine Wanderung mit rund 1.200 Höhenmeter (= ca. 4 Stunden gehzeit). Die Weglänge beträgt 8 Kilometer, was einer ungefähren Gehzeit von 2 Stunden entsprecht. (Dieser Wert wird nun, als kleinerer Wert, halbiert = 1 Stunde). Die Summe der beiden Gehzeiten ergibt 4 Stunden + 1 Stunde = 5 Stunden Gehzeit gesamt.

Achten Sie bei den Berechnungen darauf, dass Sie wirklich die komplette Wegstrecke (also hin und zurück) berechnen und bedenken Sie, dass Sie bergauf wesentlich langsamer unterwegs sein werden. Sollten Sie bei oben stehender Wanderung damit rechnen, nach 2,5 Stunden am Gipfel zu sein, geben Sie sich lieber mehr Zeit. Bergab sind Sie meist eh wesentlich schneller. Achtung: Gehzeit immer abhängig von Dauer und Anzahl der Pausen!

Gehzeiten hängen auch immer von der Wegbeschaffenheit ab

Denken Sie dran...

Eine gute Tourenplanung erhöht nicht nur Ihre Sicherheit! Sie verschafft Ihnen den nötigen Freiraum, die Natur und die Bergwelt noch mehr genießen zu können! Eine ordentliche Wanderplanung darf ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen. Sie werden das Ergebnis aber nicht bereuhen!

Weitere Wander-Checklisten zum Herunterladen:

Background
Baerig Tirol

Bärig Blog

Author

Sandra

Der Berg ruft - „warte, ich bin gleich soweit“

Vorbereitung ist das halbe Wandern - und wie du dich am besten auf eine Bergtour in den Kitzbüheler Alpen vorbereitest erfährst du in diesem Blogbeitrag.

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