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Brixner Wanderschmetterling

Die vier großen Wandervorschläge - mit dem verbindenden „Brixner Gangl“ als Herzstück - bieten ausgedehnte und abwechslungsreiche Wanderungen in ungefährlichem Gelände. Jedem der vier Wege ist eine Farbe zugeordnet. Auf Ihren Wegen begleiten Sie kleine Wegschilder in der selben Farbe mit einem Schmetterling als Leitsymbol. Wo immer Sie also z. B. einen grünen Schmetterling sehen, befinden Sie sich auf dem Silberweg. Sie haben bisher noch kaum längere Wanderungen unternommen? Versuchen Sie es und machen Sie sich auf den Weg. Lassen Sie sich vom Wanderschmetterling verführen - Sie werden es nicht bereuen!

Bergbahnen sind bequeme Auf- und Einstiegsmöglichkeiten für jene, die Schweiß und Zeit sparen oder beim Abstieg ihre Knie schonen wollen. Die Bergbahnen bieten Tageskarten und Wanderpässe für verschiedene Zeitintervalle an.

Praktische Tipps für die großen Rundwege

Der Wanderschmetterling
Der Wanderschmetterling

Alle hier beschriebenen Wege sind bei gutem Wetter ohne Schwierigkeiten und größere Berg Erfahrung zu meistern. Bedenken Sie aber bitte, dass im Falle eines Gewitters oder Wetterumschwungs ähnliche Gefahren gegeben sein können wie im Hochgebirge.

Für den Fall der Fälle haben Sie im gesamten Wandergebiet gute Empfangsbedingungen für die Mobiltelefonie.Eine kleine Wanderapotheke sollte immer dabei sein. Für alle vier großen Rundwege sind Bergschuhe zu empfehlen, besonders für den Weg bergab. Berg- oder Walkingstöcke sind eine große Hilfe, sie schonen damit besonders beim Abstieg Ihre Knie. Alle Zeitangaben beziehen sich auf gemütliches Wandern.

Die Wegbeschreibungen

Brixner Gangl

Brixner Gangl
Brixner Gangl

Genießen Sie die wunderschöne Aussicht in der Schneckgasse, dem "Balkon von Brixen"!

Vom Ortszentrum aus kommen Sie über einen kurzen, etwas steileren Weg in die so genannte Schneckgasse. Auf diesem stimmungsvollen Wegabschnitt, vorbei an uralten Bäumen und blumenreichen Wiesen haben Sie nicht nur das Dorf unter sich im Blickfeld. Das ganze obere Brixental von Kirchberg bis zu den Eiszeit-Terassen von Westendorf breiter sich vor Ihnen aus. Auf Informationstafeln erfahren Sie Wissenswertes über Land und Leute – wo könnten Sie schöner einen ersten Eindruck von Ihrem Urlaubsort gewinnen als hier, auf dem „Balkon von Brixen“? Haselnuss, Weißdorn und noch manch andere Sträucher bilden laubenartige Gänge, über den Lesesteinmauern an der Bergseite haben Sich blumenreiche Bergwiesen in Augenhöhe. Talseitig säumen mächtige Eschen den Weg, von denen manche durch Vermodern des Kernholzes schon hohl geworden sind.

Vom Ortsteil Lauterbach führt der Weg im Talgrund weiter zum Weiler Feuring, der noch viel von seinem ursprünglichen bäuerlichen Charakter behalten hat. Auf der schattseitigen Wegstrecke begleiten Sie ausgedehnte Wälder von Fichten und Tannen. Abseits des Weges können Sie hier lautlos und weich auf Moospolstern gehen und den herben Duft von Moosen und Farnen auf sich wirken lassen. Bevor Sie sich an der Brixentaler Ache entlang wieder dem Dorf nähern, kommen Sie an der „Werkstatt Natur“ vorbei. Hier wird im Zuge der Umfahrung und Dorferneuerung ein Stück Au-Landschaft neu und naturgerecht gestaltet. Erlen und Weiden bilden über dem Bach eine grüne Halle, durch die das Sonnenlicht bald mehr bald weniger hereinglitzert. In der warmen Jahreszeit laden Schwimmbad und Badesee zum erfrischenden Bad ein.

Das Dorfzentrum von Brixen ist geprägt von der doppeltürmigen Kirche. Sie gilt als schönster klassizistischer Sakralbau Tirols. Das relativ geringe Alter der Kirche trügt, denn unter ihr ruhen die Fundamente von nicht weniger als vier Vorgängerkirchen, doch die tiefsten Mauerreste belegen sogar einen (vermutlich römischen) Profanbau aus der Spätantike! Diese bemerkenswerten Tatsachen haben archäologische Grabungen im Jahr 1978 ergeben. Eine kleine Dokumentation dazu finden Sie im hinteren Teil der Kirche.

Von allen Orten des Brixentales verfügt Brixen über die weitaus älteste urkundliche Erwähnung im Indiculus Arnonis aus dem Jahre 788 (eines der ältesten Güterverzeichnisse dieser Art weltweit) – mit Unterschrift Karls des Großen. Man würde auch nicht vermuten, dass es in einem so kleinen Dorf bereits wenige Jahre nach Erfindung der Buchdruckerkunst gedruckte Bücher gab und in sehr gut erhaltenem Zustand noch gibt. Der stattliche Pfarrhof bildet mit der Kirche und dem Vorplatz ein charakteristisches Ensemble. Dieser Platz ist Ausgangspunkt für den Antlaßritt, eine Prozession zu Pferde.

Orange Route
Orange Route

Leichte Wanderung überwiegend auf Wald- und Wiesenwegen. Wegen der kurzen Steilstrecken im Bereich Schneckgasse und Hofer Wald nicht mit Kinderwagen befahrbar.

Informationen

Ausgangspunkt Ortszentrum
Gehzeit 2 - 3 Stunden
Höhendifferenz gering
Schwierigkeit leicht
Einkehrmöglichkeiten Gasthof Brixnerwirt, Restaurant Reitlwirt, Winkelstüberl, Fischerstadl

Wappenweg

Auf dem Weg zum Filzalmsee
Auf dem Weg zum Filzalmsee

Etwa 500 Meter westlich vom Ortszentrum zweigt die Straße zum Sonnberg ab. Bei mäßiger Steigung durchwandern Sie, an typischen Brixentaler Bauernhöfen vorbei, die blumenreichen Wiesen des Sonnbergs. Sie kommen aber auch im Anfangsteil des Brixner Gangls über die Abzweigung links Richtung Unterguggenhausen auf die Sonnbergstraße. Wer Zeit und Kraft sparen will, kann diesen ersten Anstieg auch mit der Gondelbahn bewältigen.

Wer seine Pulsfrequenz etwas anheben will, kann den Filzalmsee auch über den steileren Weg durch den Gugg-Graben erreichen. In diesem Falle zweigen Sie von der Sonnbergstraße nach etwa 500 m links ab und gehen Richtung Untertreichl. Dort biegen Sie wieder links von der Straße ab, queren auf einem schmalen Weg den Graben und erreichen auf der anderen Seite den alten, steilen Weg Richtung Hohe Salve. Von Untertreichl aus gibt es aber auch noch einen interessanten Abstecher. Wenn Sie nämlich die Straße weitergehen, kommen Sie nach etwa 15 Minuten zum Hof Obertreichl. Hier können Sie einen umfangreichen Kräuter-Lehrgarten bewundern und studieren. (Führungen ab 5 Personen, Anmeldung 05334-8429).

Welchen Weg Sie auch immer genommen haben, Sie kommen nun zum Brixener „Erholungsgebiet auf höchster Ebene“, zum Filzalmsee. Für die künstliche Beschneiung der Schipisten wurde hier einer der größten Speicherseen Österreichs angelegt. Durch seine landschaftliche reizvolle Lage und Gestaltung ist er von Anfang an zu einem Besuchermagneten für Gäste und Einheimische geworden.

Der Riese steigt aus dem Wasser
Der Riese steigt aus dem Wasser

Im umliegenden Gelände finden die kleinen und großen Besucher allerlei Interessantes und Lehrreiches zu entdecken: Da steigt ein Riese aus dem Wasser, präsentiert sich ein Stück Moor in Augenhöhe, blickt ein Riesen-Auge auf Alm und See, waten junge und ältere Beine durch knietiefen Moorschlamm – lassen Sie sich überraschen!

Ein Holzbau aus dem 16. Jahrhundert beherbergt moderne Seminar- Technik und lädt zum Besuch von Ausstellungen, Almfesten und anderen Veranstaltungen. Der Filzalmsee ist Knotenpunkt für mehrere große Rundwege. In der Fortsetzung Richtung Söll teilt sich der Wappenweg in zwei Teile, den so genannten großen und kleinen Riesenweg. Dem Thema und der Bezeichnung entsprechend findet der Besucher auf der oberen Teilstrecke (großer Riesenweg) mehrere bekannte Dinge in Riesen-Ausführung: Auf einer Baum-Terrasse oberhalb des Sees kann man an einem Riesenauge die Arbeitsweise dieses Sinnesorgans hautnah studieren, bei der Frankalm streckt uns eine Riesenhand ihre Finger entgegen und in einem kleinen Wäldchen kann man auf einem Riesenxylophon spielen.

Schon auf Söller Gemeindegebiet kommen Sie am großen Riesenweg zur Abzweigung Richtung Silleralm und damit zum kleinen Riesenweg. Dort steht am Brunnentrog eine Riesenkuh mit durchsichtigen Eingeweiden, wo der Besucher einen Einblick in das Innenleben dieser Tiere bekommt.

Der weitere Weg zurück zum Filzalmsee führt abwechslungsreich durch Bergwald und Waldwiesen, Bachläufe laden die kleinen Besucher zum Spiel mit Wasser, Sand und Steinen. Der kleine und große Riesenweg (bis zur Abzweigung) ergeben zusammen eine Rundweg von gemütlichen 2 Stunden. Wenn Sie auf dem großen Riesenweg weitergehen, erreichen Sie Hochsöll mit seinem bekannten „Hexenwasser“.

Hohe Salve
Hohe Salve

Wer auf der ganzen Rundwanderung mehr als tausend Höhenmeter bewältigen will, steigt von Hochsöll auf dem entsprechend steilen Fußweg zum Gipfel, bequemer geht es natürlich mit der Gondelbahn. Bei klarer Sicht haben Sie von der Hohen Salve aus einen unvergesslichen Rundblick vom bayerischen Alpenvorland über die Salzburger Kalkalpen, Hohen Tauern und Zillertaler Alpen bis zum Karwendel. Von der Drehterrasse des Gipfelrestaurants aus zieht das Bergpanorama an Ihnen vorbei, während Sie ich typische Tiroler Gerichte schmecken lassen.

Die höchst gelegene Wallfahrtskirche Österreichs, das Salvenkirchlein, kann die Besucher der Bergmessen längst nicht mehr fassen und so werden die Gottesdienste, z. B. am Annatag, auf einem Altar vor der Kirche gefeiert.

Beim Abstieg führt der Weg an einem Punkt vorbei, von dem aus man Murmeltiere bei ihrem Treiben beobachten kann.

Im Hochsommer verströmt links und rechts des Weges (nur im oberen Bereich der Salven-Kuppe!) das Kohlröserl, eine seltene kleine Orchidee, ihren Vanille-Duft. Dass sie unter strengstem Naturschutz steht, versteht sich von selbst.

Auf den flacheren Almwiesen der Kalbeisalve angelangt, kommen Sie an einer Kapelle vorbei, wo die Taufe Jesu am Jordan bildlich dargestellt ist. Nach altem Volksglauben besitzt das Wasser der Quelle bei der Jordan-Kapelle eine wohltuende Wirkung für die Augen. Bald haben Sie wieder den Filzalmsee unter sich, wo Sie nach ausgiebiger Wanderung auch ihren Füßen etwas Gutes tun können: Im Watteich, mit ein paar Runden im Moortretbecken oder auf der Rüttelplatte der „Beinmassage“.

Sie schließen die Wanderung entweder mit der Gondelbahn ab oder wandern noch über die Salvenbergstraße abwärts. Zunächst überqueren Sie auf einem Pfad den Gugg-Graben und kommen dann beim gleichnamigen Bergbauernhof auf die Salvenbergstraße. Von hier aus haben Sie einen besonders schönen Blick auf Brixen, über das obere Brixental und auf die Kitzbüheler Berge. Etwas weiter unten treffen Sie auf einen der schönsten und auch ältesten Bergbauernhöfe. Das „Herunterwaschen“ (Bürsten mit Seifen- oder Asche-Lauge) verleiht dem Holz dieser Häuser nicht nur Widerstandsfähigkeit sondern auch den unvergleichlichen silbrig grau-braunen Farbton. In breiten Schleifen führt die Straße bergab, beim Hof Unterkaslach haben Sie die Möglichkeit, den Abkürzungsweg durch den Graben Richtung Sonnbergstraße zu nehmen. Wenn Sie auf der Straße bleiben, kommen Sie über den Ortsteil Hof wider nach Brixen zurück.

Die Wegbeschreibung

Gelbe Route
Gelbe Route

Der Wappenweg füllt einen ganzen Tag aus. Für die Hohe Salve sollten Sie einer Tag mit optimaler Fernsicht auswählen, ein Besuch am Filzalmsee lohnt sich auch bei weniger gutem Wetter.
Dorfplatz – Filzalmsee: 450 Höhenmeter / 1,5 Stunden,
Filzalmsee – Hohe Salve: 550 Höhenmeter / 1,5 Stunden

Informationen

Ausgangspunkt Sonnberg
Gehzeit Tageswanderung
Höhendifferenz min. 100 hm / max. 950 hm
Schwierigkeit mittelschwer
Einkehrmöglichkeiten Berggasthof Nieding, SkiWelt Hütte, Filzalm, Frankalm, Silleralm, Hochsöll, Gipfelrestaurant Hohe Salve

Silberweg

Auf dem Weg zum Filzalmsee
Auf dem Weg zum Filzalmsee

Den ersten Wegabschnitt zum Filzalmsee kann man so gehen, wie im Wappenweg beschrieben, es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit: Über die Schneckgasse und den Weg Nr. 97 gelangt man auf mäßig steilem Weg zu den Bauernhöfen Kaufmann und Rotschwendt. Weiter geht es über die Sonnbergstraße bis zum Berggasthof Nieding, wo an der scharfen Rechtskurve die Straße Richtung Filzalmsee abzweigt. Von hier erreichen Sie in etwa einer halben Stunde die Bergstation der Gondelbahn. Geradeaus geht es von dort in 5 Gehminuten zum Filzalmsee, rechts zweigt die Forststraße in Richtung Holzalm und Jochstubn ab.

Nach etwa 20 Minuten Wanderung auf dieser Straße erreichen Sie ein paar hundert Meter nach der Abzweigung zum Berggasthof Brantlalm einen kleinen Steinbruch. Sie müssen nicht lange suchen, um tief blau oder grün gefärbte Steine zu entdecken. Es handelt sich um die Kupfererze Azurit und Malachit. Weniger auffällig sind die dazwischen eingesprengten Bleistiftgrauen Einschlüsse von Fahlerz, das sehr viel Silber enthält. In Früheren Jahrhunderten blühte hier der Silberbergbau, der Kupferbergbau von Brixen reicht möglicherweise sogar in prähistorische Zeit zurück.

Die weitere Wegstrecke führt Sie über weite Almflächen, die im Winter auch ein ideales Schigelände darstellen. Durch die gute Wegerschließung gibt es im Brixental eine florierende Almwirtschaft, was nicht nur der Gesundheit der Tiere sondern auch der Qualität der landwirtschaftlichen Produkte zugute kommt. Am Höhenrücken der Holzalm angelangt, teilen sich die Wege: Geradeaus geht es einige hundert Meter weiter bergauf zum Holzalmjoch, rechts zweigt die Almstraße ab zur Jochstubn und zum Jochstub‘n-See, einem wunderschönen Ausflugsziel für die ganze Familie. Von dort könnten Sie die Wanderung in Richtung Brandstadl (großer Spielplatz „Kaiserwelt“) oder Hartkaser („Ellmi‘s Zauberwelt“) fortsetzen.

Moorteiche
Moorteiche

Wenn Sie von Flachstück der Straße ein paar Schritte querfeldein nach Osten gehen, liegt in einer flachen Senke ein schönes Hochmoor vor Ihnen. Wie Saphire leuchten bei schönem Wetter die kleinen Moorteiche, die – und das ist bezeichnend für Hochmoore – auch in Jahrhunderten nicht zuwachsen, wenn sich das Klima nicht ändert. Hochmoore sind empfindliche Ökosysteme und vertragen nur wenig Trittbelastung, daher eine Bitte und zugleich ein Tipp: Wenn Sie so naturkundlich interessiert sind, dass Sie das Moor betreten wollen, tun Sie es barfuss! Sie schonen den Moorboden und Sie verschaffen sich ein zusätzliches Wander-Erlebnis der besonderen Art.

Der Abstieg vom Längmoos führt durch stille Bergwälder mit viel Heidelbeer-Sträuchern, und es könnte gelegentlich der Fall sein, dass Sie erschrecken, weil plötzlich vor Ihnen ein großer Vogel geräuschvoll auffliegt, denn hier ist das Reich des überaus scheuen Auerhahns. Als Naturliebender Wanderer werden Sie daher jeden überflüssigen Lärm und sonstige Störungen vermeiden. Unterhalb dieses Waldes kommen Sie auf einer Forststraße an idyllischen Almhütten vorbei und erreichen über die Obing-Alm wieder malerisch gelegene Bergbauernhöfe. Vor dem Hof Seiblschwendt zweigt scharf rechts ein Abkürzungsweg durch den Ragging-Graben ab, der Weg über die Straße ist etwas länger, dafür bietet er mehr freie Ausblicke. Bevor Sie wieder das Ortsgebiet von Brixen erreichen, haben Sie zum Abschluss der großen runde noch eine stimmungsvolle Wegstrecke, den Lindenweg. Er verlläuft zwischen Berghang und einer eiszeitlichen Terrasse mit schönen Hangmooren – im Frühling und Frühsommer regelrechte Orchideengärten mit teilweise seltenen Arten.

Die Wegbeschreibung

Grüne Route
Grüne Route

Dorfplatz – Filzalmsee: 450 Höhenmeter / 1,5 Stunden,
Filzalmsee – Jochstub‘n: 350 Höhenmeter / 1,5 Stunden, od.
Dorfplatz – Guggenhauser-Alm über Kaufmann: 650 Höhenmeter / 2 Stunden,
Guggenhauser-Alm – Jochstub‘n: 200 Höhenmeter / 1 Stunde,
Abstieg: Jochstub‘n – Dorfzentrum über Obing: 800 Höhenmeter / 2,5 Stunden

Informationen

Ausgangspunkt Ortszentrum
Gehzeit 5 - 6 Stunden
Höhendifferenz 850 hm
Schwierigkeit mittelschwer
Einkehrmöglichkeiten Berggasthof Nieding, SkiWelt Hütte, Brantlalm, Jochstub'n

Urzeitweg

Naturidylle
Naturidylle

Vom Ortsteil Lauterbach führt eine Straße ins Brixenbachtal. Vor der Brücke über den Brixenbach zweigt ein Gehweg ab, der am Westabhang des Gaisbergs zur Brixenbachalm führt. Hier ist noch ein Kreuzweg erhalten, an dessen neu restaurierten Stationen so mancher fromme Pilger auf dem Weg zur Harlaßangerkirche betet.

Naturidylle im Brixental über den Gaisberg werden Sie gleich noch mehr erfahren, an dieser Stelle sei seine größte Bedeutung für Brixen erwähnt: Aus seinem Einzugsgebiet kommt das Trinkwasser von Brixen, ein Wasser höchster Reinheit und Qualität – aufgrund der besonderen geologischen Bedingungen, die hier gegeben sind. Wenn man gängige Mineralwasser als Vergleichsmaßstab nimmt, trinkt man (mit Ausnahme der Sulfationen) eine Qualität, die vermutlich nicht jedes käufliche Wasser aufweisen kann. Dies in einer Reinheit, wie man es nur selten findet.

Oberhalb der Brixenbachalm führt der Gehweg relativ steil den Berg hinauf, wer es gemütlicher haben will, kann auch die Forststraße nehmen. Je näher der Weg dem Kalkgestein des Gaisbergs kommt, umso häufiger werden die „Latschen“ oder Legföhren. Diese Kiefernart ist in Nadeln und Zapfen ihren baumartigen Verwandten sehr ähnlich, im Wuchs aber stark verschieden. Statt eines geraden Hauptstamms, bilden viele biegsame Äste ein bodennahes Gestrüpp, dem weder Lawinen noch Steinschlag etwas anhaben können. An dieser Seite des Berges treffen Sie auch immer wieder auf Lärchen, die dem Bergwald im Herbst ein zauberhaftes Farbspiel verleihen.

Wiegalm
Wiegalm

Die Wiegalm ist nicht nur landschaftlich ein markanter Punkt, hier kann man auch aus unmittelbarer eigener Beobachtung die Spuren eines „urzeitlichen Dramas“ verfolgen. Das kurze Wegstück von der Wiegalm Richtung Süden verläuft genau auf einer geologischen Grenzlinie, die besonders im Frühsommer auch im Pflanzenkleid unübersehbar ist. Zur Linken blühen Enzian und Kugelblume, behaarte Alpenrose und Silberwurz – zur Rechten des Wegs keine Spur davon, dafür hier z.B. die rostrote Alpenrose mit ihrem dunkleren Rot und Blättern mit rostfarbener Unterseite.

Hinter dieser Verschiedenheit im Pflanzenkleid verbirgt sich eine lokale geologische Sensation. Die ältesten Gesteine des Gaisbergs (200 Millionen Jahre) grenzen hier unmittelbar an die mindestens doppelt so alten Gesteine der Umgebung. Der Gaisberg liegt als Inselberg vergleichsweise junger Gesteine inmitten uralter Gesteinsmassen aus dem Erdaltertum. Des Rätsels Lösung: Im Zuge der Gebirgsbildung vor rund 40 Millionen Jahren wurden die Gesteine der Kalkalpen über weite Strecken von Süden nach Norden verschoben – und der Gaisberg ist bei dieser gigantischen Verschubfahrt als Deckenrest hier hängen geblieben. Wenn Sie also ein paar Meter von der linken auf die rechte Seite des Weges hinüberwechseln, überqueren Sie einen geologischen Zeitraum von mehr als 200 Millionen Jahren!

Harlaßangerkapelle
Harlaßangerkapelle

Vor der Wiegalm aus bieten sich mehrere Möglichkeiten an. Wenn Sie sich für weitere 250 Meter Höhenunterschied auf schmalem Pfad gerüstet fühlen, haben Sie am Gipfel des Gaisbergs einen wunder- schönen Ausblick. Von hier führt ein Weg, auf dem Sie dann zur Harlaßangerkapelle und Kobinger Hütte absteigen können.

Sie können sich auch mit dem Anstieg zum ersten Plateau oberhalb der Wiegenalm begnügen. Dort liegt ein großer Felsblock mitten im Almgelände, der auch dem ungeschulten Blick durch seine Andersartigkeit auffällt. Im Gegensatz zu den Kalkfelsen der Umgebung ist er reich mit Flechten bewachsen. Er gehört auch tatsächlich nicht hierher sondern ist auf dem eiszeitlichen Gletscherstrom aus den Hohen Tauern „angereist" und gegen Ende der Eiszeit vom ab- schmelzenden Eis hier abgelagert worden.

Von diesem Eiszeitfindling wandern Sie im Frühling und Frühsommer über Almenmatten durch ein prachtvolles Bergblumenmeer hinunter zur Kobinger Hütte, wo Sie wieder auf den normalen Verbindungsweg zur Wiegalm treffen. Die Harlaßangerkapelle ist neben dem Salvenkirchlein die zweite „Filialkirche" in Brixen. Auch hier finden Almgottesdienste statt. Unabhängig von Ihrer religiösen Einstellung sind Sie eingeladen, in diesem schlichten bäuerlichen Heiligtum für ein paar besinnliche Minuten zu verweilen.

In der Kirche fallen Ihnen die vielen Sterbebilder an den Wänden auf. Nach altem Brauch werden auf diese Weise liebe Verstorbene dem Schutz des Heiligtums anheim gestellt und dem Besucher in Erinnerung gerufen.

Der weitere Weg führt am Osthang des Gaisbergs hinunter in Richtung Bergstation des Gaisberglifts. Unterhalb der Bärstättalm überqueren Sie einen Graben mit fossilführendem Gestein aus einem Meer vor 190 Millionen Jahren. Auf dieser Seite des Gaisbergs zeigt sich der Unterschied zu den Gesteinen der Umgebung auch in einem reichen Bestand an Buchen. Auf der Talseite geht der Blick zurück ins Spertental mit der markanten Spitze des Rettensteins, vor sich in der Tiefe haben Sie die Öffnung des Brixentals zum Kitzbüheler Raum im Blick. Der Gaisberglift kann Ihnen die letzten 450 Höhenmeter Abstieg abnehmen, Sie finden aber natürlich auch einen schönen Fußweg nach Kirchberg vor. Von dort können Sie am Talgrund abseits des Verkehrs auf bequemen Wanderwegen Ihre Tour in Richtung Brixen abschließen. Auf dem Weg dorthin kommen Sie auch am Seestüberl vorbei. In früheren Zeiten gab es hier einen See, aber er ist längst verlandet und nur mehr einige Moorwiesen verraten seine einstige Lage. Bevor Sie wieder das Dorfzentrum erreichen, nimmt Sie der Weiler Feuring mit seinen behäbigen Bauernhäusern und der hohen „Dorflinde" auf.

Die Wegbeschreibung

Blaue Route
Blaue Route

So schön der Gipfel des Gaisberg bei klarem Wetter ist, Nebel kann ihn wegen der Orientierungsschwierigkeiten unangenehm bis gefährlich machen.
Dorfzentrum – Brixenbachalm: 300 Höhenmeter / 1,5 Std.,
Brixenbachalm – Wiegalm: 400 Höhenmeter / 1,5 Stunden,
Wiegalm – Gaisberggipfel: 250 Höhenmeter / 1 Stunde, oder
Wiegalm – Gaisberglift über Harlaßanger: 250 Höhenmeter im Abstieg /1 Stunde, Gaisberglift – Kirchberg: 450 Höhenmeter im Abstieg / 1 Stunde,
Wanderweg im Tal von Kirchberg nach Brixen / 1,5 Stunden;

Informationen

Ausgangspunkt Bahnhof Brixen im Thale
Gehzeit 6 - 7 Stunden
Höhendifferenz 950 hm
Schwierigkeit mittelschwer
Einkehrmöglichkeiten Wiegalm, Kobinger Hütte, Bärstättalm, Brixenbachalm, Gaisbergstüberl

Almrosenweg

Kreuzjöchlsee
Kreuzjöchlsee

Zunächst wandern Sie im Tal die Brixentaler Ache entlang und biegend dann links auf die Forststraße Richtung Kandleralm. Etwa 300 Meter danach kommen Sie zur Abzweigung (links) Richtung Gruberwald und gehen auf diesem Forstweg weiter bis zurRechentalalm. Oberhalb dieser schön gelegenen Alm zweigt rechts ein neu angelegter Weg ab, auf dem Sie nun Richtung Brixen-bachalm zur Forststraße absteigen. (Sie können bis zu diesem Punkt aber auch über die Brixenbachstraße wandern wie im Urzeitweg.) Am Ende der befahrbaren Strecke kommen Sie auf den etwas steilen Almweg Richtung Talkaseralm. Sie queren einen Graben und gewinnen an der steilen Bergflanke schnell an Höhe. In der Nähe der Talkaseralm wird der Weg flacher und vor Ihnen weitet sich ein kesselförmiger Talschluss. Von der Talkaseralm könnten Sie nun auf direktem Weg zur Einködlscharte aufsteigen, unsere Route aber beschreibt einen sehr lohnenden Umweg. Sie gehen also zunächst von der Talkaseralm den Wegbogen auf die andere Talseite und stoßen dort auf die Abzweigung zu einem abwechslungsreichen schmalen Steig in Richtung Wiegalm. Vom Almboden herauf hören Sie im Sommer mitunter die Pfiffe von Murmeltieren, während sie unter Lärchen und Fichten ein Stück am Gampennordhang emporsteigen. Haben Sie die nördliche Kante erreicht, führt der Weg abwechslungsreich durch Wald und Lichtungen und schließlich über ein interessantes Hangmoor zur Wiegalm, einem Berührungspunkt zum „Urzeitweg".

Von der Wiegalm aus gibt es für den weiteren Weg zwei Varianten. Am bequemsten ist der Almweg über die Wildenfeldalm zum Kreuzjöchlsee. Auch dieser See wurde vor nicht all zu langer Zeit für die Beschneiung der Pisten angelegt, aber Lage und Gestaltung geben ihm durchaus den Rang eines natürlichen Bergsees. Von hier aus wandert man mit wenig Höhenunterschied zur Einködlscharte und genießt den Ausblick in die Windau und weiter hinaus ins Inntal.

Almrosen
Almrosen

Sie wollen höher hinaus und zusätzliche 500 Höhenmeter sind für Sie kein Problem? Dann ist die Überschreitung des Gampenkogels für Sie die richtige Variante. Vom zuerst beschriebenen Weg zum Kreuzjöchlsee zweigt ein Steig zur Gampenkogelspitze (1.957m) ab. Im Frühsommer gehen Sie ohne Übertreibung – durch ein Meer von Alpenrosen, und zwar genau in jenen Bereichen des Osthangs, wo die Winterstürme über die Vegetation eine dicke schützende Schneedecke bereiten. Vom Gipfel hat man einen ebenso beeindruckenden Tiefblick auf die Talkaseralm wie einen Rundblick auf das Eispanorama der Hohen Tauern.

Beim Abstieg über die windexponierte Westseite treten an die Stelle der Almrosen Spaliere von besonders winterharten Zwergsträuchern und weiter unten immer wieder hochmoorartige Mulden – typisch für den Niederschlagstau auf dieser Seite des Berges. Von der Einködlscharte führt der Weg an der Ostseite des Fleidings zur Bergstation der Alpenrosenbahn. Damit ist für etwas müde Wanderer die Gelegenheit gegeben, mit der Gondelbahn sanft nach Westendorf hinunter zu schweben und von dort über den Spazierweg oder mit dem Bus die Runde zu beschließen.

Alpinolino
Alpinolino

Sie sollten sich aber auch den letzten Abschnitt des Alm- rosenwegs nicht entgehen lassen. Die Bergstation der Alpenrosenbahn ist auch Einstiegspunkt zum „Alpinolino", wo Jung und Alt ihr naturkundliches Wissen und ihr Geschick auf die Probe stellen können. Einen Teil dieser neuen Attraktion lernen Sie auf der knapp halbstündigen Strecke zum so genannten „Chor" kennen. Von diesem Punkt aus haben Sie das ganze Brixental von Wörgl bis Kitzbühel im Blick.

Für den Abstieg können Sie den steileren Weg über die Santenbach Hoch- und Niederalm wählen oder den Weg über den Bergrücken entlang und über die Forststraße zur Kandleralm. Aufgrund der nordseitigen Lage ist auch die Santenbachalm im Frühsommer ein Almrosenparadies. Durch ausgedehnte Fichten-und Tannenwälder führt die Forststraße schließlich wieder hinunter an die Brixentaler Ache und zurück nach Brixen.

Die Wegbeschreibung

Rote Route
Rote Route

Bergschuhe sind für die Tour in jedem Fall zu empfehlen. Die Überschreitung des Gampenkogels erfordert klare Sicht und sollte bei Gewitterwahr- scheinlichkeit lieber verschoben werden.
Dorfzentrum – Kandleralm: 350 hm / 1 Stunde,
Kandleralm – Rechental: Stunde,
Rechental – Brixenbachstraße: 150 hm im Abstieg / Stunde,
Brixenbachstraße – Wiegalm über Talkaser: 450 hm / 2 Stunden,
Wiegalm – Kreuzjöchlsee: 200 Höhenmeter / 1 Stunde,
Kreuzjöchlsee – Chor über Bergstation Alpenrosenbahn: 200 Höhenmeter (leicht auf und ab) / 1,5 Stunden,
Chor – Brixen über Kandleralm: 1000 hm im Abstieg über Fahrweg / 2,5 Stunden;

Informationen

Ausgangspunkt Ortszentrum
Gehzeit 6 - 7 Stunden
Höhendifferenz 950 hm
Schwierigkeit mittelschwer
Einkehrmöglichkeiten Wiegalm, Brechhornhaus, Restaurant Talkaser, Panoramarestaurant Choralpe, Berggasthaus Kandleralm

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