Mario Sepp ist Gründer von Gastspiel – einem Consulting-Unternehmen mit Fokus auf Service Design & Business Innovation. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der kundenzentrierten Strategie- und Leistungsentwicklung begleitet er Unternehmen und Organisationen dort, wo Positionierung, Angebot und Kundenerlebnis wirklich zusammenpassen müssen – mit einem pragmatischen, co-kreativen Ansatz: nah an den Menschen, klar in der Methode, konsequent in der Umsetzung.
Im Projekt Tourismusstrategie Region St. Johann in Tirol begleitet Gastspiel den TVB dabei, eine gemeinsame, tragfähige Strategie zu entwickeln – mit klaren Zielen zu Wertschöpfung, Ganzjahrestourismus, Angebot & Qualität, als Leitinstrument für alle Akteur:innen und zur nachhaltigen Stärkung von Tourismusgesinnung sowie Lebens- & Aufenthaltsqualität.
Tourismusstrategie der Region
Vier Orte. Eine gemeinsame Richtung.
Mit Oktober 2026 wurde die neue Tourismusstrategie für die Region St. Johann in Tirol fertiggestellt – Die Neuausrichtung ist das Ergebnis eines mehrjährigen Entwicklungsprozesses. Ausgangspunkt war der im Jahr 2023 gestartete Regionsdialog „Tourismus & Lebensraum“, der einen breiten Austausch innerhalb der Region ermöglichte und unterschiedliche Perspektiven auf Tourismus und Lebensraum zusammenführte.
Die Region St. Johann in Tirol versteht sich als eine lebenswerte Region mit vielseitigen Angeboten, die ergänzt werden durch ein breites Event-, Kultur-, Kulinarik- und Naturangebot. Mit der Auszeichnung als „Best Tourism Village“ und dem Österreichischen Umweltzeichen steht die Region sichtbar für verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Lebensraum.
Zielsetzung
Strategisch ging es darum, die Region so zu positionieren, dass sie als attraktive, authentische und zukunftsorientierte Alpendestination mit klarer Ausrichtung auf die vielfältigen Angebote, Qualität und Nachhaltigkeit wahrgenommen wird – und gleichzeitig als verlässlicher Partner von Gemeinden, Betrieben, Landwirtschaft & Einheimischen das touristische Ökosystem stärkt, die Tourismusgesinnung verbessert und spürbar zur Lebensqualität in der Region beiträgt.
Im Rahmen einer co-kreativen Strategieentwicklung wollte der Tourismusverband gemeinsam mit relevanten Stakeholdern klären, was die Region wirklich ausmacht, wie sich die Stärken und Besonderheiten der vier Orte zu einem starken „Wir“ fügen und welche Differenzierungspotenziale und gemeinsamen Initiativen diese Identität im Alltag von Gästen, Betrieben & Bevölkerung sichtbar und erlebbar machen.
Aufbauend auf der erarbeiteten Strategie beginnt Ende 2026 der nächste Schritt – der Marken-Relaunch der Region St. Johann in Tirol.
Prozessbegleiter

Mario Sepp, MBA - Gastspiel
Unser Weg zur Neuausrichtung der Region
Die Neuausrichtung der Region St. Johann in Tirol ist das Ergebnis eines mehrjährigen Entwicklungsprozesses. Ausgangspunkt war der im Jahr 2023 gestartete Regionsdialog „Tourismus & Lebensraum“, der einen breiten Austausch innerhalb der Region ermöglichen und unterschiedliche Perspektiven auf Tourismus und Lebensraum zusammenführen sollte.
2023: Der Regionsdialog als Ausgangspunkt
Im Jahr 2023 wurde mit dem breit angelegten Dialogprozess „Tourismus & Lebensraum“ ein wichtiger Grundstein für die Entwicklung der Region gelegt. Ziel war es, Raum für Austausch und unterschiedliche Perspektiven zu schaffen und ein gemeinsames Verständnis für die Herausforderungen und Chancen der Region zu entwickeln. Im Rahmen von Regionsdialogen, einem Bürgercafé, Workshops und einer Online-Befragung wurden zahlreiche Stimmen aus der Bevölkerung, den Gemeinden, dem Tourismus und weiteren regionalen Bereichen eingebunden. Insgesamt nahmen 101 Personen an drei Dialogformaten in Kirchdorf, St. Johann in Tirol und dem Bürgercafé teil. Aus den verschiedenen Dialogen, Gesprächen und Befragungen wurden fünf zentrale Themenfelder abgeleitet: Natur schützen und Nachhaltigkeit leben, Stärkung von Identität und Positionierung als Region, Tourismus am Puls der Zeit, touristische Betriebe als Herzstück und Motor sowie Bewusstsein auf allen Ebenen schaffen. Der Dialogprozess bildete damit eine wichtige Grundlage für die weitere Auseinandersetzung mit der Zukunft der Region. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Beschäftigung mit den Themen mit dem Abschluss des Beteiligungsprozesses nicht beendet ist, sondern die eigentliche Weiterarbeit erst beginnt.
2024 und 2025: Erkenntnisse vertiefen und Perspektiven erweitern
Aufbauend auf den Ergebnissen des Regionsdialogs wurde der eingeschlagene Weg in den Jahren 2024 und 2025 fortgesetzt.
2024 wurde gemeinsam mit der Hochschule Kufstein Tirol eine Befragung der Einheimischen durchgeführt. Damit konnten die Erkenntnisse aus dem Dialogprozess nochmals aufgegriffen und durch zusätzliche Rückmeldungen aus der Region ergänzt werden. Im Jahr 2025 folgte eine weitere Befragung in Zusammenarbeit mit der Hochschule Kufstein Tirol. Der Fokus lag dabei verstärkt auf den Unternehmerinnen und Unternehmern der Region. Ziel war es, weitere Perspektiven sichtbar zu machen und das bisher gewonnene Stimmungsbild um zusätzliche Sichtweisen zu erweitern.
2026: Von der Beteiligung zur strategischen Neuausrichtung
Auf Basis dieser über mehrere Jahre gewonnenen Erkenntnisse wurde im Dezember 2025 der nächste Schritt gesetzt und mit der strategischen Neuausrichtung der Region begonnen. Für diesen Prozess wurde die Agentur Gastspiel – Unternehmensberatung Mario Sepp aus Seefeld beauftragt. In einem ersten Schritt wurden bestehende Strategien, Studien und Materialien evaluiert, Akteurinnen und Akteure der Region einbezogen und die Region im Vergleich zu relevanten Mitbewerbern analysiert. Im Mittelpunkt des Prozesses stand nicht ausschließlich die Entwicklung einer neuen Tourismusstrategie. Vielmehr ging es um eine ganzheitliche Neuausrichtung der Region. Dabei wurden die zukünftige Positionierung, die Identität und die strategische Ausrichtung ebenso betrachtet wie die Frage, wofür die Region künftig stehen und wie sie sich nach innen und außen präsentieren möchte. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Prozesses war daher auch die Weiterentwicklung des Markenauftritts. Strategie und Marke sollen dabei gemeinsam gedacht und entwickelt werden.







