PillerseeTal - Waidring - Sagenweg - Titelseite

Sagenweg

Rundwanderung für die ganze Familie in Waidring

Ein wahrhaft sagenhafter Rundwanderweg erwartet Sie rund um das Ortszentrum von Waidring. Abseits der alltäglichen Wanderrouten erleben Sie hier Geschichten, Mythen und außergewöhnliche Begegnungen. Auf rund 5 km führt der familienfreundliche Wanderweg zwischen Waldetappen und sonnigen Passagen durch 12 im Ort beheimatete Sagen. Durch die geringen Höhenunterschiede ist die Strecke für Sagen- und Wanderfreunde jeglichen Alters geeignet und kann auch mit dem Kinderwagen begangen werden.

Daten & Fakten

  • checkOrt: Waidring

  • checkStartpunkt: Hausberg Parkplatz

  • checkParkplätze: Hausberg

  • checkStreckenlänge gesamt: 5 km

  • checkSchwierkigkeit: leicht

  • checkGehzeit: ca. 2 Stunden

  • checkHöhenunterschied: ca. 80 m

  • checkKinder- und familientauglich: ja

  • checkMit Kinderwagen befahrbar: ja

Das versteinerte Gesicht an der Steinplatte

PillerseeTal - Waidring - Sagenweg - die Sage vom Urlkopf
Vor ewig langer Zeit lebte in Waidring die Steinbergkönig-Familie, dessen Sohn der Erschaffer der Alpen war. Er hatte aber keine Freunde, da er keinerlei Dinge mit jemandem teilen, sondern alles für sich haben wollte. Wenn ein Wunsch des jungen Mannes von seinen Eltern nicht erfüllt wurde, dann wurde er schrecklich jähzornig und zerstörte allerlei Dinge, Bänke, Tische, aber auch Fenster. Der Steinbergkönig hatte nämlich gewaltige Kraft und war dadurch sehr furchteinflößend. An einem sonnigen Tag begehrte der junge König wieder ein neues Spielzeug, aber der Vater verneinte. “Du hast erst gestern einen roten Stein, der in der Sonne wunderschön glitzert, erhalten. Heute bekommst du kein Geschenk!“ Der Junge drohte dem Vater an, dass ihm ein Unheil widerfahren würde, wenn er nicht sofort das gewünschte Geschenk bekäme. Der Vater jedoch verneinte erneut.
Wie durch Geisterhand zogen plötzlich tiefschwarze Wolken über das Tal auf und es begann heftig zu blitzen und donnern. Man hörte im ganzen Tal ein tiefes Grollen und lautes Ächzen. Wenn wir heute ganz genau schauen, dann entdecken wir unter der Steinplatte in Richtung Klettersteig ein Gesicht. Erzählungen nach soll der Steinbergkönig seinen Vater dort auf unerklärliche Weise in den Felsen gezaubert haben.

Die Dorfgrille

PillerseeTal - Waidring - Sagenweg - das versteinerte Gesicht
Während der Sommerzeit, wenn es dämmrig wurde, hörte man im Dorf oft zirpende, klagende Laute. Einmal vom Hausberg oben, dann wieder von der Hintergasse, dann vom Gasteig-Bichl und der Rettenmooskapelle. Die Leute im Dorf konnten sich nicht erklären, welches Wesen diese Laute verursacht. Man kam zu dem Schluss, dass es eine Grille sein musste. Und so war die „Dorfgrille“ geboren. Immer wenn etwas Schlechtes passierte, sagte man sich, dass die Dorfgrille etwas damit zu tun hatte. Die Bewohner behaupteten, dass sie den Menschen Unheil brachte. Eines Tages war es wieder soweit, die Grille hörte man durchs ganze Tal und sie versetzte die Dorfbewohner in Angst und Schrecken. Tatsächlich passierte an diesem Tag etwas Schlimmes. Der kleine Dorfjunge Felix war alleine losgezogen, um am Bach mit den schönen Steinen zu spielen. Er sprang schwungvoll von Stein zu Stein, doch plötzlich konnte er das Gleichgewicht nicht mehr halten und landete platschnass im Wasser. Felix schrie laut auf. Er konnte sein Bein nicht mehr bewegen, denn es war zwischen zwei großen Felsen eingeklemmt! Felix brach in Panik aus und hörte plötzlich ein lautes Zirpen. „Nicht das auch noch, das muss die Dorfgrille sein!“, dachte er. Felix zappelte und versuchte sich von den Felsen zu befreien. Das Zirpen wurde immer lauter und plötzlich sah er sie immer näherkommen – die furchteinflößende Grille. Felix schrie laut um Hilfe, aber sein Schreien war zu leise. Auf einmal kam die Grille blitzschnell auf ihn zu. Felix weinte und schloss die Augen. Er spürte etwas an seinem Bein. Als er sich traute die Augen wieder zu öffnen, war sein Bein von den Felsen befreit! „Das war die Grille!“, dachte er, „Sie ist gar nicht böse, sie will den Dorfbewohnern helfen.“ Die Geschichte verbreitete sich im ganzen Tal und seit diesem Tag an war die Dorfgrille nicht mehr gefürchtet. Von da an wussten die Menschen, dass die Grille nicht ihr Feind, sondern Freund war und sie vor schlimmen Dingen bewahren wollte.

Die Sage vom Urlkopf

PillerseeTal - Waidring - Sagenweg - die Dorfgrille
Im Waidringer Strubtal stand vor mehreren hundert Jahren eine kleine Kapelle. Noch heute kann man von der Kapelle Mauerreste erkennen. In diesem Kirchlein hielt auch ein Pfarrer seine Gottesdienste für die Bewohner. Doch es gab auch genügend Leute, welche dem Glauben ihre Aufmerksamkeit nicht schenkten. Einer davon war ein alter Holzkohlenbrenner namens Ulrich. Er verspottete den Pfarrer und verstand all seinen Aufwand nicht. Der Pfarrer warnte ihn jedoch: „Du wirst schon noch sehen, was du davon hast, dass du Gott und seine Diener verspottest!“ Er aber lachte darüber noch mehr und sagte: „Bevor das Brot in den Leib Christi verwandelt wird, glaube ich eher, dass mein Kopf in Stein verwandelt wird“, und lachte übermütig. Am nächsten Tag war Ulrich wieder in der Nähe der Kapelle unterwegs und konnte es sich nicht verkneifen, sich wieder über den Glauben und Gott lustig zu machen.
Doch plötzlich erklang der Glockenschlag des Kapellenturmes. Wenige Augenblicke später zog ein tiefdunkles Unwetter auf und es dauerte nicht lange, bis die Blitze zu Boden zuckten und lautes Donnergrollen die schreckliche Stimmung verstärkte. Doch Ulrich schien das nicht zu verunsichern, er lachte weiter und rief: „Auch wenn ich in Stein verwandelt werde, lache ich über euch alle weiter!“ Da zuckte ein Blitzstrahl herunter und der Spötter war verschwunden. Aber auf einem niederen Felsen stand plötzlich ein Kopf in Stein verwandelt und unweit davon hörte man ein höhnisches Lachen. Auch heute noch schaut dieser unheimliche Kopf ins Tal hinunter und seitdem nennt man ihn den „Urlkopf“. Manche Leute behaupten sogar, dass man auch jetzt noch zu gewissen Zeiten das Lachen hört.

In früheren Zeiten, als es noch kein Radio und keinen Fernseher gab, wurden Geschichten erzählt. Diese wurden im Laufe der Zeit immer mehr ausgeschmückt, sodass Sagen entstanden sind.

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Tales

Die Habergeiss

PillerseeTal - Waidring - Sagenweg - die Habergeiss
Die Habergeiß soll ein schreckliches, furchtbares Vieh sein, das laufen und fliegen kann, aber ganz genau hat sie bis heute noch niemand gesehen. Manche meinen, dass sie Hörner und einen Besen wie eine Hexe hätte. Ein Mann aus Waidring hat es am eigenen Leib erfahren. Es war in der Nacht seiner Hochzeit, als er und seine Frau auf dem Nachhauseweg auf einmal komische Laute vernahmen. Tatsächlich handelte es sich um die Habergeiss, die sich langsam dem frisch vermählten Paar näherte. Plötzlich und blitzschnell klaute sie ihm seinen Hut und schnitt seiner Frau ihre wunderschönen Zöpfe ab.
Sie wurde also bekannt für ihren Diebstahl und es entstanden die wildesten Geschichten über sie. Man soll also nichts vergessen und liegen lassen, denn sonst ist die Wahrscheinlichkeit doch sehr hoch, dass die Habergeiß alles in ihren Besitz nimmt. Kinder fürchteten sich sehr vor ihr. Immer wenn sie ihre Spielsachen nicht aufräumten, dachten sie sofort an die Habergeiß und ihre Raubzüge.
Und wenn es ganz still ist, hört man auch heute noch ihre Rufe in dunklen Nächten - einmal von der Sonnseite und dann wieder von der Schattseite her.

Die Schacherkapelle

PillerseeTal - Waidring - Sagenweg - die Schacherkapelle
Vor langer Zeit erstreckte sich der Pillersee noch von Adolari bis St. Jakob. Die Menschen lebten hier sehr zufrieden und ruhig zusammen. Am Talboden von Waidring in Richtung Pillersee siedelten sich zu dieser Zeit zwei Familien an. Sie rodeten den Wald und bauten sich Häuser und Ställe. Von Jahr zu Jahr vermehrten sich die Kühe und Pferde und die Familien lebten unbesorgt, denn sie hatten alles, was sie zum Leben brauchten. Eines Tages waren die Tiere ganz nervös und unruhig, doch niemand konnte sich den Grund dafür erklären. Im nächsten Augenblick aber begann die Erde zu beben und die Leute bekamen schreckliche Angst. Auf einmal gab es einen fürchterlichen Knall. Der ganze Berg in Richtung Pillersee spaltete sich und es tat sich eine Schlucht auf, durch die die Wassermassen des Pillersees herausschossen. Das ganze Strubtal war überflutet und verwüstet. Die Familien flüchteten mit ihren Tieren auf den nahe gelegenen Hang und mussten zusehen, wie die Flutwelle in Richtung ihrer Häuser strömte. Aber wie durch ein Wunder baute sich vor den Häusern ein Schutzwall aus Wurzeln und Bäumen auf, welcher die Flutwelle links und rechts vorbeifließen ließ. Nachdem das ganze Wasser des Pillersees ausgeflossen war, konnten es die Menschen fast nicht glauben, dass ihre Häuser unversehrt blieben und waren unendlich dankbar für dieses Wunder. Sie beschlossen anstelle der Felswand vor der Schlucht eine Kapelle zu bauen. Geweiht wurde sie zu Ehren des rechten Schächers. An jedem Jahrestag hielten sie eine Gedenkfeier und so lebten sie wieder friedlich und dankbar bis zum heutigen Tag.

Die Goldtraufe am Steinberg

PillerseeTal - Waidring - Sagenweg - die Goldtraufe am Steinberg
In den Steinbergen von Waidring soll sich eine kleine Steingrube befinden, in welche Gold in feinen Körnern hineinträufelt. Nur hier und da soll es einem glücklichen Menschen gelungen sein, zu dieser Grube zu kommen und daraus Reichtum zu schöpfen. Auch sagt man, dass in der Nähe eine Almhütte stand, zu der alle Jahre ein kleiner Zwerg kam. Von dieser Hütte aus stieg er täglich auf die Westseite des Steinbergs und holte sich etwas von dem Gold. Als wieder einmal das Sommerende nahte, machte sich die Hüttenbesitzerin wieder bereit, um ins Tal zu fahren. Doch bevor sie abfuhr, sagte der kleine Zwerg noch zu ihr: „Wir werden uns jetzt nicht mehr wiedersehen, denn ich werde zurück in mein Zuhause gehen. Außerdem habe ich jetzt genug Gold, sodass meine Kinder und sogar Enkelkinder nie arm sein werden. Ich will dir meine Dankbarkeit für die Übernachtungen in deiner Hütte zeigen, und zeige dir daher heute Nacht die Stelle, wo ich immer das Gold geholt habe. Ich möchte allerdings ein Andenken von dir, und zwar den wertvollsten Gegenstand, den du auf ehrliche Weise bekommen hast.“ Die Frau hatte allerdings zu viel Angst, dem Fremden zu folgen und ging nicht mit. Und so verharren die Schätze dieser Grube am Steinberg heute noch dort, bis eines Tages jemand Überglückliches sie finden wird.

Übersichtsplan

Die Stationen im Überblick:

  • Das versteinerte Gesicht

  • Die Dorfgrille

  • Die Sage vom Urlkopf

  • Die Habergeiss

  • Die Schacherkapelle

  • Die Goldtraufe

  • Die Sage vom Steinbergkönig

  • Die arme Seele und die Rösser

  • Die versteinerte Frau

  • Das Ungeheuer vom Sonnberg

  • Der verschwundene See

  • Die steinernen Brüder an der Steinplatte

Die Sage vom Steinbergkönig

PillerseeTal - Waidring - Sagenweg - die Sage vom Steinbergkönig
Vor langer, langer Zeit, als es im Dorf Waidring noch nicht viele Einwohner und kaum umliegende Berge gab, wurde ein Wesen geboren, das weder Mensch noch Tier war. Es war aus Stein. Das Geschöpf wuchs irrsinnig schnell und ernährte sich nicht von Fisch oder Fleisch, sondern von Kieselsteinen! Das Kind wurde von den Eltern mit Geschenken überhäuft und wollte dadurch immer mehr und mehr besitzen. Doch je mehr Präsente der Junge bekam, umso schneller wurde ihm langweilig. Die Eltern verbaten ihm aber, sich mit gleichaltrigen Kindern zu befreunden. „Du brauchst keine Freunde, mit Freunden musst du dein Spielzeug teilen und sie machen es dir kaputt“, beeinflussten die Eltern ihren Sohn. Eines Tages machte er sich auf den Weg zu einem Bach und schmiss wild Steine aufeinander. Der Turm wurde immer größer und größer und fiel nicht um, sondern war sehr stabil. Plötzlich zog ein Gewitter auf und der Junge machte weiter.
Selbst ein starker Sturm ließ die Steine nicht umfallen. „Ich habe die Macht über alles“, schrie der Junge mit einem boshaften Lachen. Er schleuderte weiterhin die Steine wie wild umher, bis die Konstruktionen mehrere Meter hoch waren. Doch der Junge wollte keine Freundschaften mehr schließen und genoss nun seine Macht. Er baute immer noch größere Konstruktionen und eines Tages beschloss das Dorf den Jungen, mittlerweile ein gestandener junger und großer Mann, zum König des Dorfes und sogar dem ganzen Tal zu machen. Einige Jahrtausende später wusste man, wer dieser macht-hungrige und böse Junge, der Felsformationen bauen konnte, war: Der Erschaffer der Alpen – der Steinbergkönig.

Die arme Seele und die Rösser

PillerseeTal - Waidring - Sagenweg - die arme Seele und die Rösser
Eine seltsame Geschichte trug sich bei einem Bauern zu Weihnachten zu. Nach der Stallarbeit und dem Abendessen ging der Bauer eine Runde im Haus und Stall zum Räuchern. Durch diesen Brauch soll dem Haus kein Unheil geschehen. Üblich ist es dann für die ganze Familie gemeinsam zur Christmette zu gehen. Dabei sollte aber immer einer daheim bleiben, um auf Haus und Hof aufzupassen. Als die Kirchgänger nach Hause kamen, fragte der Bauer denjenigen der Wache gehalten hatte, ob etwas passiert war. Doch dieser meinte nur, dass der Wind ziemlich heftig an den Fensterläden gerüttelt und mit lautem Heulen ums Haus gezogen ist. Der Bauer war beruhigt und ging gleich ins Bett, da er ja bald wieder früh aufstehen würde. Am nächsten Morgen wollte ein Stalljunge seine Arbeiten erledigen, aber als er hinein ging, um die Rösser zu füttern und die Laterne an die Wand hing, sah er, was mit den Rössern geschehen war. Die Mähnen und Schweife beider Pferde waren wunderschön gezopft und geschmückt worden. Vor lauter Staunen brachte er kaum den Mund zu. Die anderen kamen, es konnte aber keiner gestehen, es gewesen zu sein. Auch die Wache wurde befragt. Der aber meinte ebenfalls nie im Stall gewesen zu sein. Und so rätselten sie weiter, wer das wohl gewesen war, denn die Türen waren alle von innen verriegelt und im Stroh fand man auch keine Spuren. Auf einmal aber meinte ein junges Mädchen: „Das waren die armen Seelen! Die irren nämlich...und eine hat den Rössern sicherlich die Mähnen und Schweife gezopft, um nach einer guten Tat Erlösung zu finden.“ Nach einiger Überlegung, und weil keine Spuren zu finden waren, stimmten alle dem Mädchen zu und so glaubt man auch heute noch an die Taten der armen Seelen, wenn aus heiterem Himmel etwas Gutes geschieht.

Die versteinerte Frau

PillerseeTal - Waidring - Sagenweg - die versteinerte Frau
Einst lebte ein König in unserem Lande. Man kannte ihn als den Steinbergkönig und er war gefürchtet von Groß und Klein. Er wohnte in einer Höhle unter den Steinbergen und errichtete dort sein Reich und einen riesigen Thron aus Stein. Überall waren Bergkristalle verstreut, die man bei Sonnenschein sogar vom Tal aus leuchten sah. Der Steinbergkönig war sehr machtgierig und wünschte sich sehnlichst eine Frau, doch so einfach war es für ihn nicht – denn kein Mensch möchte unter der Macht von jemandem stehen. Er schaute sich im Lande um und erblickte nach einiger Zeit eine junge Dame, an der er Gefallen fand. „Die muss es sein“, dachte er sich, „sie nehm‘ ich zu meiner Frau.“ Er wollte auf sich aufmerksam machen und legte der jungen Dame Bergkristalle in den Garten. Das Fräulein war darüber ziemlich verwundert, „woher kommen denn diese wunderschönen Kristalle?“, fragte sie sich. Von Tag zu Tag wurden die Bergkristalle in ihrem Garten immer mehr und mehr. Doch sie erzählte ihrem Ehemann über den Fund der außergewöhnlichen Geschenke. Und von diesem Augenblick an bekam die Frau keine Bergkristalle mehr. Eines Tages wurde die junge Frau Mutter und bei einem Spaziergang mit Ehemann und Kinderwagen kamen sie zufällig an der Höhle des Steinbergkönigs vorbei. Plötzlich hörte man einen dumpfen, extrem lauten Knall, der durchs ganze Tal zu hören war. Wenn wir heute von der Bushaltestelle Unterwasser Richtung Steinberge blicken, dann sehen wir, wenn wir genau hinsehen, eine Versteinerung, die wie die Familie mit Kinderwagen aussieht. Ob das wohl eine Untat der unerschütterlichen Wut des Steinbergkönigs war?

Das Ungeheuer vom Sonnberg

PillerseeTal - Waidring - Sagenweg - das Ungeheuer vom Sonnberg
Früher lebte in Waidring am Sonnberg in einer großen Höhle ein wilder Drache. Dieses Ungeheuer konnte Feuer und Wasser speien. Er war gefürchtet in der ganzen Gegend, denn er konnte so viel Wasser speien, dass die Bäche über die Ufer traten und alles überschwemmten. Dann wieder spie er Feuer, dass die Häuser und Wälder abbrannten. Die Leute im Tal trauten sich nicht mehr anzusiedeln und die Reisenden machten lieber einen großen Umweg, um nicht in die Nähe des Ungeheuers zu kommen. Eines Tages versammelten sich die Leute in der Schäferau, um zu planen, wie sie den Drachen in Schach halten könnten.
Ein frommer Bauer machte den Vorschlag, zur Heiligen Maria zu beten und sie um Hilfe zu bitten. Sie überlegten nicht lange und begannen zu beten und zu bitten. Drei Tage und drei Nächte lang! Am dritten Tag zog ein fürchterliches Gewitter auf. Es blitzte und krachte, dass einem fast der Atem geraubt wurde und sintflutartiger Regen kam auf und löste eine mächtige Mure aus. Diese Mure schüttete mit großen Steinen und Lehm die Höhle des Drachen zu und er war im Berginneren gefangen. Als sich das Unwetter verzogen hatte und die Leute sahen, was geschehen war, waren sie unendlich dankbar und begannen an dieser Stelle eine Kapelle zu errichten. Darin wollten sie für dieses Wunder danken und auch für die guten Ernten, die ja jetzt vom Drachen nicht mehr vernichtet wurden, beten. Der eingeschlossene Drache speit immer wieder vor Wut große Mengen Wasser aus. Das kann man am Sonnberg an vielen Felsspalten noch heute beobachten. Doch seitdem leben die Leute in Waidring glücklich und zufrieden in ihrem Tal.

Der verschwundene See

PillerseeTal - Waidring - Sagenweg - der verschwundene See
Vor vielen, vielen Jahrhunderten befand sich im Strubtal ein wunderschöner Bergsee mit glasklarem Wasser und Kristallforellen. Ringsherum gab es Wälder mit sämtlichen Tieren, die man sich nur vorstellen kann. Die Leute von Strub lebten im Überfluss von der Fischerei und der Jägerei. Reisende mussten teilweise den See mit der Fähre überqueren und das kostete natürlich etwas. Mit der Zeit wurden die Leute, weil es ihnen ja so gut ging, habgierig und überheblich. Sie feierten große Feste am See und verspotteten die Menschen, denen es nicht so gut ging. Eines Tages gab es wieder ein großes Fest und es gab Unmengen an Essen und Trinken. Während sie so feierten, kam ein alter Wanderer des Weges. Er hatte dünne und schmutzige Sachen an und hinkte mit dem rechten Bein. Als er dieses Festmahl sah, humpelte er zu den Leuten und bat um etwas zu essen. Die Leute in ihrem Hochmut lachten ihn aus und brüllten: „Geh besser weiter!“ Der Alte versuchte es noch einmal und bettelte. „Ach bitte, gebt mir nur die Reste eures Essens, dann habe ich schon genug.“ Sie gaben ihm aber wieder nichts und meinten: „Wir geben dir nichts, also geh weg!“ Der müde Wanderer drehte sich ab und humpelte weiter, wobei er in seinen Bart hineinmurmelte: „Das werdet ihr noch bereuen, ihr gierigen Leute!“ Doch dieser unscheinbare Mann war kein normaler Mann. Er war ein Abgesandter des jüngsten Gerichts, welcher sich nur als Wanderer verkleidete. Und als er an das Ende des Sees kam, hob er seinen Wanderstab und schlug ihn auf den Boden. Dabei rief er: „Erde öffne dich!“ Plötzlich tat sich eine Schlucht auf und der ganze See lief aus. Als die Menschen am nächsten Morgen aufwachten, trauten sie ihren Augen nicht, denn es war kein See mehr vorhanden. Hochmut tut selten gut.

Die drei steinernen Brüder an der Steinplatte

PillerseeTal - Waidring - Sagenweg - die drei versteinerten Brüder
Vor vielen, vielen Jahren lebten am Fuße der Steinplatte drei Brüder. Sie lebten vom Brennen von Latschen und Sammeln von Kräutern, aus denen sie wohlriechende Öle und Salben herstellten, die sie dann auf verschiedenen Märkten verkauften oder gegen andere Waren eintauschten. So lebten sie
zwar einfach, aber ohne Sorgen das ganze Jahr. Hinter der Steinplatte aber - auf Kammerkör - hauste in einer großen Höhle eine Kräuterhexe. Diese stellte Tinkturen, Kräutertees, Salben und alles Mögliche her, das sie ebenfalls auf den Märkten in den Dörfern verkaufte. Und so kam es dann, dass sich die Brüder und die Kräuterhexe auf dem Markt begegneten, wo beide ihre Waren anboten. Im Laufe des Tages aber gerieten sie zutiefst in Streit, denn jeder behauptete, seine Sachen seien die besten. Es kam so weit, dass die drei Brüder die wundersamen Waren der Hexe ins Feuer warfen. So eine boshafte Tat durfte in den Augen der Hexe nicht unbestraft blieben. Sie verbündete sich mit dem Zauberer „Steinifuß“ und die beiden beschlossen die Brüder in Stein zu verwandeln. Und so geschah es dann auch bei einem furchtbaren Gewitter: Der Zauberer und die Hexe standen auf der Steinplatte und schauten hinunter zu den Brüdern, worauf sie den Zauberspruch sagten: „Gilibuß und Steinifuß, Blitz schlag ein und mach sie zu einem Guss!“ Der Blitz gehorchte dem Zauberer, er schlug zwischen den
drei Brüdern ein und sie erstarrten augenblicklich zu Stein. Und so sind sie noch heute am Steig zur Steinplatte zu sehen!
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Sagenweg Waidring

  • Teilweise Geöffnet
  • directions_walkLeichtLevel
  • access_time2:00 hDauer
  • arrow_right_alt5,0 kmDistanz
  • trending_up70 mBergauf
  • Details

Einkehrmöglichkeiten

Pizzeria Alte Schmiede

Pizzeria Alte Schmiede
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4,3
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(136)
Heute geschlossenWaidring
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Café Schmid

Café Schmid
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Heute geschlossenWaidring
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    Heute 23.04.2024

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    Morgen 26.04.2024

  • Überwiegend sonnig
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  • flagWindOst 5 km/h
  • flash_onGewitterrisiko0 %