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Skitouren Camp Kitzbüheler Alpen

Skitourengehen boomt!

skitourengehen
Skitouren Camp Kitzbüheler Alpen

In den letzten 10 Jahren hat sich die Zahl der Skibergsteigerinnen und Skibergsteiger verdoppelt und ist in Österreich auf ca. 700 000 Personen angestiegen. Auch beim Urlauber erfreut sich diese Sportart immer größerer Beliebtheit. Dieser Sport ist als Naturerlebnis, zur Erholung und zur Förderung von Gesundheit und Fitness besonders geeignet.

Allerdings ist das Skitourengehen, ebenso wie andere Bergsportarten mit einem Verletzungsrisiko verbunden. Im Unterschied zum Skisport liegen jedoch für das Skitourengehen keine Studien vor, in denen die Auswirkungen dieser Sportart auf die Ermüdung der Beine untersucht wurden, welche nachweislich als Risikofaktor für Verletzungen gefunden wurde.

Da es keine Studien, in denen die Auswirkungen regenerativer Maßnahmen auf die lokale Muskelermüdung während wiederholten Skitourengehens untersucht wurden gibt, war dies ein weiteres Ziel unserer Skitourenstudie, welche in der Region St. Johann in Tirol durchgeführt wurde.

Erkenntnisse der Studie

Welche Auswirkungen hat nun das Skibergsteigen auf die muskuläre Ermüdung?
Nach Abschluss dieser Studie zeigte sich, dass es bereits nach einer einzigen Skitour (950 Hm und 2h15min Aufstiegszeit) bei durchschnittlich trainierten Personen, zu einer Verringerung der Muskelkraft in der Oberschenkelmuskulatur um bis zu 7,5% kommt. Diese Ermüdung ist sowohl durch den Aufstieg als auch schon durch eine einzige Abfahrt bedingt. Verglichen mit einer anderen Studie aus dem Bereich des Alpinskifahrens zeigt sich, dass die exzentrische muskuläre Ermüdung, welche durch bergabgehen oder eine Skiabfahrt induziert wird, nach einer einzigen Skitourenabfahrt vergleichbar mit jener Ermüdung nach vier Stunden Pistenskifahren ist. Auch subjektiv wurde die Skitour als „etwas anstrengend“ empfunden, was wiederum unterstreicht, dass bei moderatem bis leicht zügigem Tempo doch schon eine merkbare Ermüdung nachweisbar ist. Ebenfalls konnte hier gezeigt werden, dass ein individuell bestimmter Herzfrequenzbereich (Tourentempo) die gleichen Effekte zeigte, wie sie in anderen Ausdauersportarten auftreten.

… und was passiert nun während oder nach einer Woche Skitourenurlaub?
Während der Skitourenwoche zeigte sich keine weitere Reduktion der Muskelkraft. Ein Ruhetag nach drei aufeinanderfolgenden Skitourentagen scheint die muskuläre Regeneration nicht maßgeblich zu verbessern, sodass wieder ein Ausgangsniveau erreicht werden könnte. Das aktive myofasziale Regenerationsprogramm (Black Roll) hatte keinen zusätzlichen Benefit. Aufgrund dieser Daten konnte gezeigt werden, dass durchschnittlich trainierte Personen eine Skitourenwoche in einem individuell vorgegebenem Herzfrequenzbereich und mit vernünftiger Tourenwahl problemlos absolvieren können, ohne dabei derart stark zu ermüden, dass dadurch der Urlaub abgebrochen, oder auf die sportliche Aktivität des Skibergsteigens verzichtet werden müsste. Natürlich ist die Ermüdung sehr stark vom individuellen Trainingszustand und der Intensität (Aufstiegstempo und Höhenmeter) abhängig.

… die psychologischen Daten der Studie.
Besonders das Wohlbefinden ist ein Punkt, der für den Urlaubsgast im Tourismus eine wesentliche Rolle spielt. Wird der Urlaub als angenehm empfunden und mit positiven Gefühlen verknüpft, schlägt sich dies in den Wiederbuchungsraten nieder.
Auch mit dieser Studie konnte deutlich belegt werden, dass das subjektive Wohlbefinden während einer Woche Skitourenurlaub gestiegen ist und darüber hinaus das soziale Wohlbefinden (Freunde treffen, ausgehen, gesteigerte soziale Aktivitäten,…) auch nachweislich zwei Wochen nach dem Urlaub noch erhöht ist. Zusätzlich wird dies von den Daten, welchen nach den einzelnen Skitouren erhoben wurden unterstrichen. Hierbei konnte gezeigt werden, dass nach jeder Skitour ein deutliches Stimmungshoch zu verzeichnen ist und dies auch über die Woche hin zunimmt. Weitere erhobene Daten ergaben, dass eine Woche Skitourenurlaub sich positiv auf die Erholung auswirkt und die subjektiven Belastungen (z.B. emotionale, soziale, allgemeine,…) deutlich abnehmen.

… Skitouren mit Knie-Endoprothese (Knie-TEP)?
Ein weiterer Teil der Studie befasst sich mit der Thematik „Skibergsteigern mit Total-Knie-Endoprothese (Knie-TEP)“. In diesem Zusammenhang konnten sehr ähnliche Ergebnisse gezeigt werden. Hinsichtlich der muskulären Ermüdung konnte keine Reduktion der Kraftwerte über den Wochenverlauf festgestellt werden. Weder ein spezieller Treppensteigtest, noch eine erweiterte Ganganalyse lieferten dabei einen Hinweis auf eine Muskelermüdung. Einzig der S3-Check (MFT) resultierte in einer Reduktion der Körperstabilität im Stehen über den Wochenverlauf. In Bezug auf das Wohlbefinden weisen die Daten auf eine Abnahme von Stress und einer Verbesserung des Wohlbefindens hin. Anzumerken ist an dieser Stelle noch, dass es sich bei den Probanden um erfahrene Skitourengeher/innen handelte, welche auch vor der Operation Skitouren absolviert hatten.

Fazit …
Die Daten der muskulären Ermüdung sprechen klar dafür, dass ein einwöchiger Skitourenurlaub in moderater Intensität dahingehend gut toleriert wird. Stressreduktion und der positive Einfluss auf das Wohlbefinden unterstreichen es, den Skitourenurlaub in den Bergen zu genießen. Skibergsteigen mit Knie-TEP ist grundsätzlich möglich, jedoch braucht es hier noch weitere größere Studien um konkrete Empfehlungen geben zu können.
Generell für weniger versierte oder schlechter trainierte Skitourenurlauber ist ein Aufbautrainingsprogramm für das Herz-Kreislaufsystem mit zusätzlichen kraftbetonten Trainingsmethoden vor Urlaubsbeginn sinnvoll. Hierzu eignen sich aerobe Sportarten wie Laufen, Radfahren und Wandern bestens, um dahingehen das Herz-Kreislaufsystem zu stärken. Die Kräftigung der Beinstrecker und –beuger ist besonders für eine verbesserte Kniestabilität anzuraten. Exzentrische Trainingsanteile (z.B. abwärtsgehen/-laufen) unterstützend die Muskulatur, um die Belastungen, welche bei der Abfahrt auftreten, besser zu tolerieren. Durchaus anzudenken ist auch ein Skitourentechnik-Training zu Beginn des Urlaubs, da eine schlecht entwickelte Technik Einfluss auf die muskuläre Beanspruchung hat. Zudem empfiehlt es sich auf eine angepasste individuelle Belastung während einer Skitour zu achten. In diesem Zusammenhang ist eine sportmedizinische Leistungsdiagnostik im Vorfeld der Urlaubsplanung zur Bestimmung der individuellen Leistungsbereiche und Leistungsgrenzen empfehlenswert, um anhand der gewonnenen Daten einer Überbelastung des Herz-Kreislaufsystems vorzubeugen.

Skitourenkurs in den Kitzbüheler Alpen - Wir bringen euch auf (Ski) Touren!

Die ersten Schritte und Schwünge abseits der Piste werden mit professioneller Unterstützung zum Erfolgserlebnis. Diese 3 Skitourentage richten sich an Skitourenanfänger bzw. an „Pistengeher“, die zukünftig sicher im Gelände unterwegs sein möchten. In der zweiten Woche liegt der Schwerpunkt auf Menschen, die mit Knieprothese wieder gesund in den Skitourensport einsteigen möchten.

VORAUSSETZUNG
Grundkondition für 2-4 stündige Aufstiege und sicherer Stemmschwung im Gelände. Keine besonderen technischen Anforderungen.

ZUSÄTZLICHE VORAUSSETZUNG BEI SKITOUREN MIT KNIEPROTHESE
Knieprothesenträger, die gerne wieder in den Skitourensport einsteigen möchten und dafür eine gezielte Anleitung wünschen.

TERMINE für Anfänger oder Pistengeher
5. – 9. Jänner 2020 (Sonntag – Donnerstag) 9. – 12. Jänner 2020 (Donnerstag – Sonntag)

TERMINE für Teilnehmer mit Knieprothese
12. – 16. Jänner 2020 (Sonntag – Donnerstag = 5 Tage) 16. – 19. Jänner 2020 (Donnerstag – Sonntag = 4 Tage)

MINDESTTEILNEHMERZAHL 4 Personen
MAXIMALTEILNEHMERZAHL PRO BERGFÜHRER 7 Personen

PREIS 3 NÄCHTE / 4 TAGE (ab 4 Teilnehmern): € 670,- pro Person*
PREIS 4 NÄCHTE / 5 TAGE (ab 4 Teilnehmern): € 730,- pro Person*

* zuzüglich Leihausrüstung (bei Bedarf) und optional BusBahnAuto-KomplettSchutz Versicherung der Europäischen Reiseversicherung € 47,-.

Buchung & Infos

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Pure Mountain

Pure Mountain

Alpinschule & Bergreisen Rabl OG
Oberrain 22
A-6383 Erpfendorf/Tirol

Tel.: 0043 664 4203152
Mehr Info

Passfoto robert

„Patienten mit Kunstgelenken sind aktive Menschen, denen Sportausübung wie Skifahren oder Skitourengehen in vernünftigem Maße aus ärztlicher Sicht durchaus zu empfehlen ist.“ Primar Dr. Robert Siorpaes, Orthopädie BKH St. Johann in Tirol

Die Skitourentage werden in Kooperation mit dem Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol durchgeführt, das nicht nur die Berg- und Skiführer schult, sondern auch eine strake Kompetenz in der Knieendoprothetik (künstliche Kniegelenke) besitzt. Die Orthopädie des Bezirkskrankenhauses implantiert pro Jahr ca. 1.200 Kunstgelenke sowohl an der Hüfte als auch am Knie, Sprunggelenk und Schulter und kann aufgrund der hohen Frequenz als Kompetenzzentrum für Kunstgelenke bezeichnet werden.

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