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KAT-Walk - Eine Erfahrung fürs Leben

Die Beine schmerzen, der Kopf will nicht mehr und der Magen hat genug – nach knapp 100 Kilometern war ich an eine Grenze gekommen. Diese galt es noch zu überwinden um mein großes Ziel zu erreichen. Ich bin Harald Angerer, Alpine-Runner aus Begeisterung, komme aus Westendorf und habe mich Anfang Juni auf ein Abenteuer begeben.
Ich befand mich auf den letzten Kilometern des KAT-Walk, dem neuen Weitwanderweg durch die Kitzbüheler Alpen. Auf 108 Kilometern und 6500 Höhenmetern können Wanderer in sechs Etappen die Berge und Täler zwischen Hopfgarten und Fieberbrunn erleben. Schon als mir zum ersten Mal die Pläne für den KAT-Walk gezeigt wurden schoss mir ein Gedanke durch den Kopf: „Das muss auch an einem Stück gehen.“ Ich hatte zwar schon mit kürzeren Ultraläufen Erfahrung, aber das war ein anderes Kaliber. Der Gedanke ließ mich nicht mehr los. Ein Jahr verbrachte ich mit überlegen, verschieben, auf das richtige Wetter warten und Begleiter und Helfer suchen, bis ich Anfang Juni in Hopfgarten im Brixental stand. Direkt bei der Salvena steht ein Stein mit dem KAT-Walk Logo drauf – hier geht’s los. Der Enduro 12 Rucksack von Dynafit war gefüllt und sollte mich den ganzen Weg über begleiten ebenso wie der Ultraschuh von Dynafit, der Pantera X7 mit einem Disk-Verschluss.

Mein erster Mitstreiter ist Hans-Jörg , er kommt aus Hopfgarten und kennt die erste Etappe in die Kelchsau gut. Genau bis dahin soll er mich begleiten. Start ist um 18 Uhr, ich will in die Nacht hineinlaufen und mir so einen Puffer für den Schluss lassen. Das Ziel: in 24 Stunden in Fieberbrunn sein. Dann hätte ich zum Schluss noch auf jeden Fall Tageslicht, auch wenn ich länger brauchen sollte. Eine gute Entscheidung, wie sich noch herausstellen sollte. Die ersten 17,5 Kilometer und 800 Höhenmeter in die Kelchsau und die Haagalm stimmen mich auf den langen Weg ein. Über Wiesen und Schotterwegen geht es in gutem Tempo voran. Das Wetter ist perfekt, sonnig – mit ein paar Wolken die uns Schatten spenden. In der Kelchsau angekommen entscheidet sich Hans-Jörg, mich noch ein paar weitere Kilometer zu begleiten. Diese Etappe wäre ich sonst durch die Nacht alleine gelaufen.

Frisch gestärkt legen wir nach einer kleinen Pause Richtung Lodron (1925m) los. Es dämmert und ich freue mich auf die Nachtankunft auf dem Gipfel. Auf dem Weg dorthin verlässt mich Hans-Jörg, nun bin ich allein unterwegs. Meine Silva Stirnlampe kommt zum Einsatz. Ein feuerroter Sonnenuntergang ist die erste Belohnung bevor es auf den Gipfel geht. Dort angekommen werfe ich mir die Dynafit Windjacke über und genieße um 23 Uhr die Ruhe und den Ausblick auf das Brixental. Ich stell mir vor, was gerade in den Dörfern passiert. Die einen feiern, andere schlafen und ich stehe am Gipfel – ein cooles Gefühl. Der Abstieg in die Windau verläuft ohne Probleme und ich bin sogar um eine halbe Stunde früher am Treffpunkt.

Herrlich – ein Laugenstangerl mit Käse. Mein Mitternachtssnack wird mir von Hanspeter gebracht, ebenso wie mein nächster Begleiter Klaus. Aber schon bald merke ich, ich war zu gierig. Zu schnell habe ich in der Pause gegessen. Mein Magen ist wenig begeistert. Doch an der Hinterkarscharte, dem Übergang in die Aschau geht’s wieder besser und wir können bergab das Tempo steigern. Am dritten Treffpunkt in Aschau liegen wir voll in der Zeit und das Frühstück fährt uns schon entgegen.

Ein Ei, ein weichgekochtes Ei und noch dazu warm! Max hat ins Schwarze getroffen, er hat uns um 4 Uhr früh das Frühstück geliefert und davor noch Eier gekocht. Klaus und ich sind begeistert, da war auch mein Appetit wieder da. Doch ich war gewarnt, nicht zu schnell essen lautete das Motto. Der Anstieg auf den Pengelstein (1938m) steht an. Wir machten gut Höhenmeter und das Tageslicht gab uns neue Kraft für die Etappe über den Hahnenkamm nach Kitzbühel. Auf diese habe ich mich besonders gefreut, vor allem weil ich in dem Bereich um die Streif sehr gerne laufe und in Kitzbühel meine Familie auf mich mit dem zweiten Frühstück wartet. Es ist ein spannender Kontrast, aus der Abgeschiedenheit der Windau und Aschau auf den touristischen Hahnenkamm zu kommen und dann durch die morgendliche Kitzbüheler Innenstadt zu laufen. Am Fuße das Kitzbüheler Horns läuft mir schon mein Sohn Niklas entgegen und begleitet uns zum Auto wo meine Frau Petra und mein zweiter Sohn Jakob warten. Croissant, Kaffee und ein Cola – wunderbar. Wie schnell man doch nach gut 14 Stunden auf den Beinen zufriedenzustellen ist.

Es wartet nun die härteste Etappe auf mich und meinen neuen Begleiter Günther. Der alte Hornweg auf das Kitzbüheler Horn (1996m) liegt vor uns. Die Hälfte des Weges führt über einen steilen Pfad, aber dafür im Schatten, hinauf. So kommen wir gut voran. Ich bin guter Dinge. Zwar kommt bei der Anstrengung etwas die Müdigkeit zurück, aber die Aussicht über das Brixental, zum Pass Thurn und auf den Wilden Kaiser macht sie wieder vergessen. Nach dem Foto mit dem Gipfelkreuz geht’s über einen der spannendsten Teile des KAT-Walk, vom Horn runter zum Harschbichl, durch die steile Nordflanke. Im Kontrast dazu führt dann der Weg über Wiesen und Wege vom Harschbichl weiter nach St. Johann.

„Du siehst ja noch gut aus“, mit diesen Worten werde ich in St. Johann von meinen Eltern empfangen. Dann läuft es wie schon seit gestern Abend: Kofferraum auf. Getränke auffüllen, Gels aufnehmen, Riegel einpacken, etwas jausnen und trinken. Hier übergibt Günther an Martin. Er wird mich über den Kalkstein begleiten. „Laufen wir etwas“, fragt er, aber meine Beine denken nicht mehr dran. Gehen ist angesagt. Beim Aufstieg brennt die Sonne herab und die Kräfte schwinden. Nach einem Zuckerstoß geht es aber weiter. Doch nun wird es zermürbend. Auf dem Bergplateau geht es immer wieder auf und ab, jedes Mal gilt es sich neu für einen weiteren Anstieg zu motivieren. Bei der Wintersteller Alm wissen wir dann aber: es kann nicht mehr weit sein. Das letzte Stück durch den Wald hat es in sich. „Ich will endlich von dem Berg herunter“, ist so ein Gedanke der da immer wieder auftaucht. Martin ist vor allem mit gut zureden beschäftigt – das ist Schwerstarbeit zu diesem Zeitpunkt. Doch endlich, wir kommen zur letzten Alm. Ich weiß, von dort ist es nicht mehr weit, aber es ist uns klar: die 24 Stunden sind nicht zu halten. Es werden knapp 26 werden. Egal – ich will zum Bahnhof in Fieberbrunn. Sobald der in Sicht ist funktioniert das Laufen wieder und Martin und ich legen die letzten 500 Meter im Laufschritt zurück. Es ist geschafft! Noch einmal für ein gemeinsames Foto posieren und dann geht’s nach Hause, mit dem sehr guten Gefühl einen Traum verwirklicht zu haben. Der KAT-Walk hat mich gefordert, aber ich konnte ihn bezwingen.

Meine Ausrüstung:
Schuh: Dynafit Pantera X7
Rucksack: Dynafit Endoru 12
Shirt: Dynafit Basic
Hose: Dynafit React Short
Jacke: Dynafit Trail DST
Socken: Icebreaker
Stirnlampe: Silva Trail Speed Elite

Zur Person:
Harald Angerer, 41 Jahre alt, wohnt in Westendorf, seit 7Jahren Läufer.

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