Das PillerseeTal ist die schneereichste Region Tirols

Inmitten der Kitzbüheler Alpen in Tirol

Was die Einheimischen schon lange vermuteten ist nun offiziell bestätigt: Das PillerseeTal ist das Schneeloch der Kitzbüheler Alpen und darüber hinaus die schneereichste Region Tirols. Die Neuschneesummen der Region liegen im 30-jährigen Durchschnitt bei 498 Zentimeter und die maximale Schneehöhe im Schnitt bei 106 Zentimeter. Damit geht das PillerseeTal eindeutig als schneereichste Region Tirols hervor. In der ausführlichen Studie des Tiroler Skitourismus-Forschers Günther Aigner wurden sowohl die amtlichen Messreihen der vergangenen 30 Jahre als auch die Aufzeichnungen des Hydrographischen Dienstes Tirol seit 1895 betrachtet.

Tatsache ist, dass die Winter auf den Bergen der Ostalpen über die letzten 30 Jahre um knapp ein Grad Celsius kälter geworden sind. Trotz globaler Erwärmung.Mag. Christian Zenkl, selbstständiger Meteorologe, "Wettercafe" Innsbruck

Aktuelle Daten zum Schneereichtum in der Region PillerseeTal (Stand: 12/2017):

Hochfilzen ist der schneereichste dauerhaft besiedelte Ort Tirols

Eindeutig und mit großem Abstand auf die restlichen Gemeinden Tirols, geht Hochfilzen als schneereichste Gemeinde hervor. Sowohl im Vergleich der Daten seit 1895 als auch aktuell im 30-jährigen Schnitt liegt Hochfilzen mit 643 Zentimeter Neuschnee vor weitaus höher gelegenen Gemeinden wie Obertilliach (388 cm) oder Leutasch (515 cm).

Landschaft Winter HochfilzenTief verschneites Hochfilzen mit StadelZoom
Tief verschneites Hochfilzen mit Stadel
Landschaft Winter mit AlmhütteTief verschneite AlmhütteZoom
Tief verschneite Almhütte
Kitzbüheler Alpen - PillerseeTal - St. Ulrich am Pillersee - Landschaft - Winter © Petra AstnerZoom
Landschaft Winter St. Ulrich am PillerseeVerschneites St. Ulrich am Pillersee mit den Loferer Steinbergen im HintergrundZoom
Verschneites St. Ulrich am Pillersee mit den Loferer Steinbergen im Hintergrund
Kitzbüheler Alpen - PillerseeTal - Fieberbrunn - Wildseeloder - Landschaft - Winter © rol.art-images (2)Zoom

Tendenz steigend

Schwankungen in den Schneehöhen und Neuschneemengen sind seit Beginn der Aufzeichnungen feststellbar und liefern keinerlei Hinweise auf sinkende Schneemengen. Entgegen aller Diskussionen hinsichtlich der Bedrohung des Wintersports durch den Klimawandel dokumentiert Aigner: „Es gibt derzeit keinerlei Indizien für sinkende Schneemengen im PillerseeTal. Es muss mit Nachdruck festgestellt werden, dass in den letzten 30 Jahren alle Schnee-Parameter im PillerseeTal ansteigende Trends zeigen.“ Für die Schneesicherheit der Region spricht zudem die hohe Zahl der Tage mit Schneebedeckung, die in der Region bei 137 Tagen pro Jahr liegt.

Der Winter erfreut sich im PillerseeTal bester Gesundheit und hat in unserer Urlaubsregion ein Heimspiel.

Schneedaten aus der Tourismusregion PillerseeTal

Mit den Daten des Hydrographischen Dienstes des Landes Tirol und vergleichend mit den Auswertungen von Franz FLIRI (1992) sollen auf den folgenden Seiten alle relevanten Aspekte aus historischen und aktuellen Schneedaten des PillerseeTales herausgefiltert werden. Der Schneereichtum dieser Region, welcher in ganz Tirol als außergewöhnlich bekannt ist, soll hier umfassend dokumentiert werden.

Charakteristische Kennzahlen des Schneereichtums im PillerseeTal

Hochfilzen (960 m, Messwerte im 30-jährigen Schnitt: 1983/84 bis 2012/13)

Mittlere Neuschneesumme 671 cm
Mittlere maximale Schneehöhe 134 cm
Mittlere Anzahl der Tage mit Schneebedeckung 143 Tage

St. Ulrich am Pillersee (870 m, 27-jähriger Schnitt: 1986/87 bis 2012/13)

Mittlere Neuschneesumme 506 cm
Mittlere maximale Schneehöhe 117 cm
Mittlere Anzahl der Tage mit Schneebedeckung 139 Tage
ACHTUNG: Messreihe in St. Ulrich besteht erst seit 1986/87, d.h. 27-jährige Durchschnittswerte!

Fieberbrunn (850 m, 30-jähriger Schnitt: 1983/84 bis 2012/13)

Mittlere Neuschneesumme 470 cm
Mittlere maximale Schneehöhe 105 cm
Mittlere Anzahl der Tage mit Schneebedeckung 139 Tage

Waidring (775 m, 30-jähriger Schnitt: 1983/84 bis 2012/13)

Mittlere Neuschneesumme 422 cm
Mittlere maximale Schneehöhe 86 cm
Mittlere Anzahl der Tage mit Schneebedeckung 127 Tage

PILLERSEETAL – 30-jähriger Schnitt der vier Messreihen (1983/84 bis 2012/13)

Mittlere Schneehöhe der vier Messstationen: 864 Meter

Mittlere Neuschneesumme 516 cm
Mittlere maximale Schneehöhe 111 cm
Mittlere Anzahl der Tage mit Schneebedeckung 137 Tage

Wintertemperaturen

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) betreibt keine Messstation in den Hochlagen des PillerseeTales. Jedoch am nur wenige Kilometer entfernten Kitzbüheler Hahnenkamm. Diese Station befindet sich auf der Ehrenbachhöhe (Bereich Bergstation Fleckalmbahn) und liegt auf 1.802 m Seehöhe. Die ZAMG-Station „Hahnenkamm“ befindet sich wenig Kilometer Luftlinie südwestlich des PillerseeTales.
Die Messreihe besteht seit dem Winter 1993/94. Zwar wurden von der ZAMG auch vor 1993 Messdaten erhoben, jedoch erfolgte im Sommer 1993 eine kleinräumige Versetzung der Station. Die Daten vor 1993 müssten von der ZAMG „homogenisiert“ werden, um sie mit den aktuellen Daten vergleichen zu können. Dies ist bis dato nicht erfolgt.

Anm.: Als Winter wird - wie in der Meteorologie üblich - die Zeitspanne vom 01. Dezember bis 28. Februar betrachtet.

Wintertemperaturen seit 1895

Da die Messreihen der ZAMG-Stationen „Hahnenkamm“ und „Schmittenhöhe“ sehr gut korrelieren, können die Daten der Schmittenhöhe verwendet werden, um einen Blick zurück bis zur Pionierzeit des Skisports in Kitzbühel zu werfen. Abb. 4 zeigt die Wintertemperaturen auf der Schmittenhöhe (1.954 m) bei Zell am See über die letzten 122 Jahre (1895/96 bis 2016/17). Die Winter sind seit Beginn des Skisports in Kitzbühel wärmer geworden. Das 10-jährig gleitende Mittel (grüne Kurve) zeigt die rasche Erwärmung von den 1960er-Jahren zum Beginn der 1990er-Jahre, aber auch die Abkühlung der letzten knapp zweieinhalb Jahrzehnte.
Allgemein wird angenommen, dass die Schneegrenze pro 0,65 Grad C Erwärmung um 100 Meter ansteigt. Daraus lässt sich - grob und etwas vereinfacht - ableiten, dass die natürliche Schneegrenze an den Berghängen in Zell am See ebenso wie in Kitzbühel in den letzten zehn Jahren um etwa 100 Meter höher lag als im 122-jährigen Schnitt.

Die klimatische Entwicklung der Bergsommer

Die Bergsommer haben sich in den letzten vier Jahrzehnten alpenweit deutlich erwärmt - und sie sind signifikant sonniger geworden. Gute Voraussetzungen für den weiteren touristischen Ausbau der Bergsommer.

Winter im PillerseeTal

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