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Wei i wü...Skifoan!

"Powered by Mama und Papa" -´haben es drei Skitalente aus dem PillerseeTal bis ganz nach oben geschafft!


Im Leben der drei Skisportler Manuel Feller, Hannah Köck und Niklas Köck gibt es viele Parallelen: Alle drei sind Anfang 20, locker drauf, sehr sympathisch, zielstrebig, mental stark, bodenständig und gutaussehend! Manuel kommt aus Fieberbrunn, die Köck-Geschwister aus St. Jakob in Haus. Sie kennen sich seit Ewigkeiten und sind sogar weitschichtig verwandt, und das gleich von beiden Seiten: Feller-Mama Christiane ist die Cousine von Köck-Papa Peter und Feller-Papa Markus der Cousin von Köck-Mama Ruth.

Schon seit die Kinder Rennen fahren, waren beide Papas sowohl Motivator, als auch Servicemann. Beide Tüftler, was das Material anbelangt. Und Finanziers waren die Eltern natürlich auch. Was so an Kosten auf eine Familie zukommt, wenn die Kinder anfangen Rennen zu fahren, ist alles andere als ein Pappenstiel – speziell, wenn die Kids noch nicht im Kader sind. Die drei jungen Sportler wissen das alles sehr zu schätzen. Es ist ihnen bewusst, dass sie ohne die Unterstützung ihrer Eltern nicht da stehen würden, wo sie gerade stehen.
Drei interessante Persönlichkeiten
Alle drei haben im Sport viel erreicht, denn mindestens 95 Prozent der Jugendlichen aus dem Ski-Leistungszweig kommen erst gar nicht so weit. Hannah und Niklas fahren im Europacup, Manuel hat es schon in den Weltcup geschafft. Trotz der vielen Parallelen gibt es natürlich Unterschiede. Manuel und Hannah sind Typen, die im Leben ordentlich Gas geben können. Beim Skifahren bevorzugen sie aber die technischen Disziplinen wie Slalom und Riesentorlauf. Niklas hingegen ist eher ein ruhiger Typ, fährt aber die Speed-Disziplinen Super-G und Abfahrt sowie ebenfalls Riesentorlauf.

Manuel
ist kein Kind von Traurigkeit. Das merkt man gleich. Auf die Frage, wie er sich selbst beschreiben würde, antwortet er: „I bin oana, mit dem‘s immer recht lustig sein kånn“! Außerdem ist Manuel ein „gerader Michl“, einer der gerne sagt, was er sich denkt. Das schätzt er übrigens auch bei anderen Leuten. Seine Freunde dürften auch ein recht bunter Haufen sein, von denen sich die Hälfte nicht wirklich fürs Skifahren interessiert. Ob er 47. wird oder 5., das ist für sie nebensächlich. Sie freuen sich natürlich mit ihm mit, wenn er eine gute Platzierung erreicht, aber in erster Linie zählt Manuel als Mensch und nicht wegen seiner erbrachten Leistungen.

Niklas
ist ruhig, sympathisch und charismatisch. Er gehört zu den Menschen, die sich die Dinge am liebsten mit sich selbst ausmachen, und er ist zuerst einmal eher zurückhaltend, schaut sich alles an, macht sich sein Bild. Beim Skifahren ist er nicht zögerlich und bevorzugt „Full-Speed“. Wenn Mama Ruth von den Leuten übers Skifahren gefragt wird, dann sagt sie: „Die Hannah fährt Riesentorlauf und Slalom und der Niklas fährt leider Super-G und Abfahrt“. Das „Leider“ der Mama bezieht sich auf das höhere Risiko bei den Speed-Disziplinen. „Bei der Abfåhrt derf ma nit drån denken, wås sein könnt‘, wenn‘s di aussi haut“, erzählt Niklas, „des håt beim Skifoan nix verloren“.
Hannah
ist „a Quirlige und a G‘schatzige“. Sie beschreibt sich selbst als offen, lebendig, kreativ und selbstbewusst und als eine, die schnell Kontakte knüpft. Die 20-Jährige genießt ihr Leben, den Sport und die vielen verschiedenen Trainingsorte. Dass sie oft nicht dabei sein kann, wenn ihre Freunde abends ausgehen, macht ihr nichts aus. Sie ist ja viel unterwegs, sieht viel und vermisst es daher nicht. Und noch eine sehr nette Story gibt es von Hannah: Auf der Suche nach einem Sponsor beschriftete sie ein T-Shirt mit „Powered by Peda, Ruth and ...???“, machte ein Foto und postete es auf Facebook. Bei einem Skiclub-Rennen daheim auf der Buchensteinwand war auch ein Firmeninhaber aus St. Jakob dabei. Hannah stellte sich bei ihm vor und erzählte ihm, sie sei auf Sponsorensuche. Dem Inhaber von „point-4u.com“ gefiel die offene Art von Hannah und er sponsert seither die Geschwister Köck.
Und noch eine nette Episode gibt es von den drei Sportlern: Sie wurden getrennt voneinander befragt, was sie von den jeweils anderen zwei halten. Die Antwort, ja sogar die Wortwahl lautete quasi unisono von allen dreien: „Locker drauf, nicht zu verbissen, und wenn‘s gilt, dann gilt‘s“. Und Manuel ergänzte noch: „Cool, dass wir es alle drei geschafft haben, unser Hobby zum Beruf zu machen!“

A g’mahte Wies’n?
Dass der Skisport nicht immer nur das Gold ist, das glänzt, ist den drei jungen Pillerseetalern klar. Mit dem Leistungsdruck kommen sie alle recht gut zurecht, aber die drei kennen natürlich auch mehr oder weniger intensive Durststrecken. Hannah erzählt, dass ihre Ergebnisse von 10 bis 14 nicht so besonders gut waren. Aber das liegt lange zurück und sie konnte seitdem ihre Leistungen sukzessive steigern. Stolz ist sie auf ihre zwei FIS-Siege im Slalom und Riesentorlauf in der Vorsaison. Niklas ist im Moment körperlich nicht so fit. Irgendetwas steckt, aber die Ärzte tappen im Dunkeln. Doch er ist zuversichtlich und geduldig und möchte kein Riesenthema daraus machen. Sein größter sportlicher Erfolg war der zweite Platz im Frühling 2014 beim Europacup-Finale in Soldeu in Andorra.
Manuel erzählt von einem Durchhänger in der Vorsaison. In Sölden lief es ihm noch recht gut. Danach „setzte er eine Zeitlang mal so ziemlich alles in den Sand“. Als er das Tief hatte, lernte er seine Freundin kennen. Er war abgelenkt, sein Kopf wurde frei und alles begann wieder zu laufen. Und wie man sieht, liegen Durststecken und Erfolge sehr eng beieinander: Seinen für ihn bisher größten sportlichen Erfolg feierte Manuel direkt im Anschluss an seine Durststrecke und zwar beim Slalom-Heimrennen am Hahnenkamm, wo er unter der Anwesenheit seiner Familie und seiner Freunde als bester Österreicher Rang 8 erreichte.

Das familiäre Umfeld
Wenn die Kinder sportlich so erfolgreich sind, liegt natürlich die Frage nahe, welchen Anteil die Eltern daran haben. „Wenn ma nit voll dahintersteht, dann kemman die Kinder nit weiter“, da sind sich die Eltern einig. Zuerst fängt alles noch recht überschaubar an. Dann werden die Rennen mehr, und irgendwann einmal werden aus einem Paar Ski, vier Paar Ski. Gegen Ende der Volksschule stellt sich die Frage, wie es schulisch weitergeht. In der Familie Feller entschied man sich für die Skihauptschule in Neustift. Das bedeutete aber gleichzeitig auch, dass Manuel mit 10 ins Internat kam. „Es wår für den Bub und für die Mama gleichermaßen schwer, und es gab då schon die eine oder åndere Träne“, erzählt Markus Feller.

Bei der Familie Köck ging es mit dem Internat für die Kinder mit 14 los. Volle Kosten mal zwei. „Die Kinder standen immer an erster Stelle“, erzählt Ruth, „viel übrig geblieben is nit, åber mia håms immer g’schåfft“. Der finanzielle und der zeitliche Aufwand sind enorm. Die eigenen Hobbys bleiben eine Zeitlang auf der Strecke, das bestätigen beide Väter. „Wenn i im Winter nåch’m Dienst hoam kema bin, dånn håb i scho g‘wisst, dass im Keller für mi heit no 12 Paar Ski stehen. Für a Paar Ski braucht ma ungefähr a Stund. Dånn håb i g’werkt bis 2 in der Früh. Lustig war des nit immer“, erzählt Peter Köck. Und trotzdem sind sich die Papas sicher, dass die Kinder ab einem bestimmten Punkt keine Chance mehr haben, wenn sich der Vater nicht mit dem Material auskennt oder sich keine Zeit dafür nimmt. Weder die Fellers noch die Köcks hört man jammern, ganz im Gegenteil:
„Es ist alles relativ“, sagen sie, „der finanzielle Aufwand is in åndere Familien a oft hoch, wenn die Kinder nåch Wien gehen zum Studieren und dånn no a Wohnung brauchen. Ma is in dem Radl drin und wächst mit der Situation mit. Zuerst weiß man ja gar nicht, wie weit die Kinder kommen. Und wenn man A sagt, dann muss man auch B sagen. Wenn es für den Nachwuchs gut läuft, dann wird koana die Kinder bremsen und hergehen und sagen, iaz wird’s ma z‘vui, sondern man geht den Weg gemeinsam!“
Text: Renate Nocker
Fotos: Archiv, Atomic

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