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Die Stimme aus dem PillerseeTal

Vom gelernten Raumausstatter zum gefragten Moderator: Stefan Steinacher ist beruflich international unterwegs und trotzdem am liebsten daheim.


Das Zielareal ist voll mit plaudernden, gut gelaunten Menschen. Tausende Zuschauer warten auf den Beginn des Sport-events. Nun ist Stefan Steinacher groß auf der Leinwand zu sehen. Er kommentiert, informiert und sorgt beim Publikum für eine super Stimmung. Jeder, der schon einmal bei einer sportlichen Großveranstaltung dabei war, kennt dieses Prozedere und vor allem ihn – oder zumindest seine markante Stimme!
Stefan moderiert das legendäre Hahnenkammrennen sowie die Tennisturniere in Kitzbühel und Wien, den Biathlon-Weltcup in Hochfilzen, den Nacht-Slalom in Schladming, Mountainbike-Events in Kirchberg und Leogang und vieles mehr. Sogar bei den Olympischen Spielen in Sotschi (2014) und in Vancouver (2010) sowie bei der heurigen Ski-WM in Vail/Beaver Creek war er vor Ort mit dabei.
Eine mustergültige Karriere
Die Basis für seinen Werdegang bildet ein intaktes Elternhaus. Stefan und seine um drei Jahre ältere Schwester Monika wuchsen behütet in einer „ganz normalen“ Familie in Fieberbrunn auf. Papa Max war Bademeister, Mama Lisi Kindergartenhelferin. Freizeitaktivitäten und Sport hatten in der Familie immer einen hohen Stellenwert. Als die Kinder klein waren, traf man die Steinachers häufig in der Natur und beim Wandern in der Gegend rund ums Pillerseetal an. Später dann vorwiegend auf dem Fußball- und Tennisplatz.

Was sich schon früh bei Stefan abzeichnete, war seine Liebe zum Moderieren. Schon als Bub saß er bei Sportübertragungen vor dem Fernseher, legte sich Listen von Fußballern oder Skifahrern an und kommentierte alles. Bereits während seiner Lehrzeit als Raumausstatter jobbte er als Sprecher bei Radio Arabella. Mit der Fieberbrunner Snowboardveranstaltung „Lords of the Boards“ bekam der damals erst 16-Jährige die Gelegenheit, sich als Sportmoderator zu versuchen. Weitere Aufträge folgten. „Ich war nicht so selbstbewusst, wie mich die Leute vielleicht wahrnahmen“, erzählt Stefan. Im VIP-Bereich, in dem er sich heute ganz selbstverständlich bewegt, fühlte er sich anfangs nicht besonders wohl. Und auch Existenzängste plagten damals den Jungunternehmer.

Mit der Gründung der SMPR.at vor neun Jahren, zusammen mit seiner Geschäftspartnerin Daniela Maier, holte er sich eine taffe Frau mit ins Boot. „Ohne Dani wäre die Firma nur zu 50 Prozent komplett“, sagt Stefan. „Die Leute nehmen mich mehr wahr, weil ich bei den Events als Moderator vor Ort und daher präsenter bin. Viele wissen gar nicht, dass das ganze Drumherum, bis auf den sportlichen Bewerb selbst, nach exakten Drehbüchern abläuft. Zwei Stunden vor dem Event bis eine Stunde danach – das, was auf der Videoleinwand läuft, außer in Kitzbühel, wird alles von uns produziert und von Dani ausgearbeitet. Die Musik, die Werbesports, die Vorstellung des Ortes - alles ist auf die Sekunde genau geplant. Im Winter sind zusammen mit den Partnerfirmen Klubarbeit.net in Fieberbrunn und k-zwei Kommunikation in Kitzbühel pro Event zwischen zehn und zwölf Personen beschäftigt. Außerhalb der Sportveranstaltungen erledigt die SMPR.at die gesamte Pressearbeit für das Tennisturnier in Kitzbühel, für sämtliche Sportler im Pillerseetal, allen voran Dominik Landertinger, sowie für die größte österreichische Freeride-Serie „Open Faces“.

Während des Interviews klingelt das Telefon. Ein Anruf von Red Bull. Im Anschluss daran entschuldigt sich Stefan kurz. Er muss noch schnell die Skiergebnisse des heutigen Tages für das Krone-Hit-Radio und für die „Antenne“ zusammenfassen, die keine zwei Stunden später von etwa einer Million Menschen gehört werden. Stefan checkt noch einmal die Resultate. Anna Fenninger gewinnt, Platz zwei Kathrin Zettl, knapp dahinter Eva-Maria Brem. Ein super Ergebnis für Österreich! Er tippt rasch einen kurzen Text in seinen Computer, bespricht sein Tonband und sendet die Aufnahme an die Radiostation.
Stefan bei der Ski-WM in Amerika
Das internationale Highlight im Winter 2015 war ein Moderationsjob bei der Ski-WM in Vail/Beaver Creek. Entdeckt wurde Stefan von den amerikanischen Veranstaltern, die bei der WM in Schladming dabei waren. Drei Mal wurde der Fieberbrunner angerufen, drei Mal sagte er ab. Beim vierten Anruf einigte man sich darauf, dass der 40-Jährige in die Staaten fliegt, allerdings nur für eine Woche. Zusammen mit seinem Freund, dem ehemaligen US-Skirennläufer Chad Fleischer, moderierte er einige Quali-Rennen und Startnummernauslosungen sowie ein Legenden-Rennen.

„Es war eine Traum-WM mit einer super Stimmung“, schwärmt Mr. Steinacher, „obwohl das Moderieren in Englisch ungewöhnlich war“. Bei den großen Veranstaltungen in Österreich übernimmt diesen Part sein Moderationskollege Didi Ziesel. Die Rückmeldungen von den Amerikanern waren jedenfalls rundum positiv und Chad Fleischer drückte es folgendermaßen aus: „Die Amerikaner mögen Exoten-Englisch“.

„Ich bin kein Sprachen-Genie. Das hätte ich früher nicht so offen zugegeben, aber heute stehe ich dazu. Meine Stärken liegen im Live-Entertainment, und ich versuche mich selbst in die Organisation und den Eventablauf einzubringen. Dadurch weiß ich, was sich hinter den Kulissen abspielt und kann locker und authentisch moderieren“.

„Skifahren ist ein Luxussport in Amerika und unfassbar teuer“, erzählt Stefan. „Eine Tageskarte kostet 159 Dollar am Tag. Sämtliche Eintritte bei der WM waren aber für alle Zuschauer gratis, weil der Skisport nicht so einen hohen Stellenwert hat, wie bei uns. Trotzdem ist Colorado ein Riesen-Skimarkt und Beaver Creek unglaublich lässig. Es ist gut vom Lifestyle, aber auch gut für den Kopf, weil man wieder etwas Neues lernt. Bei dieser sportlichen Großveranstaltung ging es vor allem ums Dabeisein, um mir neue Ideen zu holen und um breiter aufgestellt zu sein, denn man ist so im eigenen Kast’l drin“.
Vor einigen Jahren noch hätte sich Stefan nie gedacht, dass er einmal bei einer Ski-WM in Amerika moderieren darf. Sein Portfolio ist dadurch wieder um eine internationale Großveranstaltung reicher geworden - neben den Olympischen Spielen in Sotschi (2014) und Vancouver (2010) und den Ski-WMs in Schlad-
ming (2013) und in Garmisch (2011). „Das ist ein weiterer kleiner Meilenstein“, sagt er, „und darauf bin ich stolz“.
Bei ins daoham - Stefan Steinacher
Energie auftanken
Wenn jemand so viel unterwegs ist, wo lädt er seine Batterien wieder auf? „Definitiv daheim“, erklärt Stefan, „in der schönen Gegend, in der wir wohnen und bei meiner Familie. Ich habe das Glück mit Karin eine Frau zu haben, die mir den Rücken frei hält und die dafür sorgt, dass es zu Hause und mit den Kindern Romy und Vito rund läuft. Sonst wäre das alles gar nicht möglich“. Und auch was das Krafttanken anbelangt, spielt Karin aufgrund ihrer gelebten Spiritualität eine große Rolle. Erst durch sie fand Stefan Zugang zu diesem Thema, was ihm auch half, als ihn vor einigen Jahren ein Burn-Out beinahe außer Gefecht setzte. Damals glaubte er noch, jederzeit für jedermann erreichbar sein zu müssen und konnte nicht „Nein“ sagen.

Früher konnte sich der sympathische Moderator nicht vorstellen, alleine unterwegs zu sein. Heute ist das eine absolute Kraftquelle für ihn. Bei den Massen von Menschen, die ihn während seiner Arbeit umgeben, genießt er es, alleine in die Sauna zu gehen, alleine beim Laufen die Natur zu genießen oder alleine beim Bäcker zu sitzen und seine Zeitung zu lesen. Stefan braucht viel Zeit für sich selbst, genießt dann aber Familienunternehmungen und Treffen mit Freunden umso mehr, wenn sein Kopf dafür frei ist.

Die Zukunft hat dem charmanten Fieberbrunner sicherlich noch viel zu bieten. Die nächsten Jahre und Jahrzehnte werden mit Sicherheit noch sehr spannend! Und wenn Stefan einmal im Ruhestand ist, dann macht er es möglicherweise ähnlich wie seine Eltern und durchwandert die schöne Natur des Pillerseetals. Dann ist es vielleicht sein Sohn Vito, der in die Fußstapfen des Vaters tritt, denn der 6-Jährige sitzt ebenfalls bei diversen Sportübertragungen vor dem Fernseher und kommentiert alles…
Text: Renate Nocker
Fotos: GEPA Pictures, Maria Knoll, SMPR

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