Harlaßangerkapelle

Wunderschön gelegene Wallfahrtskapelle in Kirchberg in Tirol

Harlaßangerkapelle
Vorbemerkung: Die Harlaßangerkapelle liegt an der Alternativroute direkt neben der gleichnamigen Alm und der Kobinger Hütte unterhalb des Gaisbergs.

Wie meistens bei Wallfahrtsorten geht die Ursprungslegende auf eine Sage zurück. Eine unbemerkt an einem Tannenbaum mit drei Wipfeln befestigte, etwa 25 cm hohe Madonnenskulptur soll 1691 entdeckt und in die Nachbargotteshäuser von Kirchberg bzw. Brixen getragen, aber stets wieder an den Fundort von allein zurückgekehrt sein. Der wahre Ursprung dürfte aber doch ein wenig früher liegen. 1659 stiftete ein Bauer auf der Kobinger Alm eine Kapelle zu Ehren der Heimsuchung Mariens. Dieser Michael Lackner, Bauer zu Eberhartling im Gericht Kitzbühel, habe diese Alm gekauft und das Bild der Gottesmutter und jenes des heiligen Antonius von Padua dort angebracht, was sich aus einem Eintrag in der Kirchenrechnung von Brixen aus dem Jahr 1661 schließen lässt. Nach der Zerstörung durch eine Lawine und dem Wiederaufbau wurde um die Erlaubnis für eine Erweiterung angesucht. Einige Jahre später langte 1714 die Genehmigung vom Chiemseer Ordinariat mit dem Vermerk ein, „dass ja nicht unter dem Vorwande der Andacht unanständige Zusammenkünfte eingeführt, sondern die Ehre Gottes und seiner Heiligen gefördert werden“. Selbstverständlich haben sich alle daran gehalten, wie könnte es auch anders
sein. Am 2. Juli 1840 gab es dann auch hohen Besuch von Friedrich Fürst zu Schwarzenberg, Kardinal-Erzbischof von Salzburg. In Brixen, Westendorf und Kirchberg wird die Wallfahrt zum Harlaßanger am 2. Juli, dem Maria Heimsuchungstag, mit guter Beteiligung der Bevölkerung nach wie vor gepflegt.

Daten zum Highlight

Etappe 2 Kompakt Alternativroute Position direkt neben der gleichnamigen Alm und der Kobinger Hütte

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