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Heim in den Stall - der Brauchtum des Almabtriebes im Brixental

Es ist ein ganz besonderes Fest, der Almabtrieb wird in allen Orten des Brixentals gleichermassen gefeiert. Die Kühe sind bunt geschmückt und marschieren von den Almen heim. Auch der köstliche Almkäse ist rechtzeitig zum Almabtrieb reif zum Verkosten.

Die Almfeste im Brixental

Brixental_Almabtriebe

Brixner Almfest

Brixner Almfest

...das traditionelle "Hoamfohrer Fest" in Brixen im Thale

Brixner Almfest

Almabtriebe in Kirchberg in Tirol

Almabtriebe in Kirchberg in Tirol

Die Höhepunkte zu Beginn der Herbstsaison sind zweifellos die Heimfahrten der Bauern, bei denen das Vieh von den Almen zurück auf die Wiesen im Tal getrieben wird.

Almabtriebe in Kirchberg in Tirol

Was Sie über den Almabtrieb wissen sollten!

Kühe mit Kopfschmuck

Den Sommer haben die Kühe - aber auch oft Schafe, Ziegen und Pferde - gemeinsam mit Sennern und Hirten auf den Almen des Brixentals verbracht. Der Almabtrieb ist somit das Dankfest, wenn das Vieh wieder gesund von der Alm zurück in den Stall kommt. Nur wenn alle Tiere einer Alm vollzählig und gesund aus dem Almsommer wieder kommen, werden sie für ihre Rückkehr ins Tal geschmückt. Kränze aus Tannengrün, bunten Bändern, Glocken, Spiegeln und Alpenblumen zieren dann die Kühe. Gibt es allerdings einen Unfall auf der Alm oder einen Todesfall im „Hoamathaus“ im Tal, werden die Kühe gar nicht geschmückt oder tragen einen „Trauerflor“. Dieser besteht aus schwarzen Bändern.

Im Tal angekommen, werden die Kühe und vor allem ihre Begleiter kräftig gefeiert: Mit Musik und Rahmenprogramm sowie mit kulinarischen Köstlichkeiten aus der Region wird der Empfang der Tiere zelebriert; heimische Bauern und Bäuerinnen geben Einblick in das arbeitsreiche Leben in den Bergen.

Almabtriebe Brixental

Je nach Anzahl der Tiere, die von einem Älpler den Sommer über betreut wurden, dauert das liebevolle Verschönern bis zu fünf Stunden. Die einzelnen Abtriebe finden zu unterschiedlichen Zeiten statt. Dies ist stark wetterabhängig. Als weiteren Schmuck erhalten die Kühe meist Glocken um den Hals. Die Kühe haben, je nach Rangordnung, verschieden klingende Glocken umgehängt. Beim Almabtrieb marschiert die sogenannte "Kranzkuh", mit besonders prächtigem Kopfschmuck versehen, allen voran. Kühe und Jahrlinge folgen, und am Schluss des Zuges drängeln sich die Kälber. Das Aufkranzen des Almviehs wird urkundlich erstmals in einem Pustertaler Inventar von 1746 erwähnt. Das Schmücken der Tiere beim Almabtrieb dürfte jedoch auf wesentlich ältere Zeiten zurückgehen. Diese sollten mit ihrem Geläut die feindlichen Dämonen auf dem Abtriebsweg vertreiben. Den Almabtrieb von bekränzten Kühen von den Almen ins Tal hinunter wird von vielen Schaulustigen und Touristen gerne mitverfolgt. Wenn die Kuh auch vom Menschen als dumm bezeichnet wird, weiß sie ganz genau was los ist, wenn ihr die große Glocke umgehängt wird. Es geht wieder zurück ins Tal, und diesen Weg braucht ihr niemand zu zeigen.

Im Tal angekommen, werden die Kühe und vor allem ihre Begleiter kräftig gefeiert: Mit Musik und Rahmenprogramm sowie mit kulinarischen Köstlichkeiten aus der Region wird der Empfang der Tiere zelebriert; heimische Bauern und Bäuerinnen geben Einblick in das arbeitsreiche Leben in den Bergen.

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